In Waldeck-Sachsenhausen am Edersee

Neues „Schulzentrum An der Warte“ und modernster Schulbau Waldeck-Frankenbergs eröffnet

Nermin Akkus (links), Schulleiterin des „Schulzentrums An der Warte“, freut sich mit ihrer Stellvertreterin Brigitte Trietsch über den  Neubau der Grundschule.
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Nermin Akkus (links), Schulleiterin des „Schulzentrums An der Warte“, freut sich mit ihrer Stellvertreterin Brigitte Trietsch über den Neubau der Grundschule.

„Schule braucht Ruhe, Licht, Luft und Perspektive“, sagte Nermin Akkus bei der offiziellen Eröffnungsfeier für den Grundschulneubau in Waldeck-Sachsenhausen am Edersee.

Sachsenhausen – All diese wichtigen Voraussetzungen bringe die neue Grundschule mit, die ab sofort mit der bisherigen Mittelpunktschule zum neuen „Schulzentrum an der Warte“ verschmilzt, dessen Leiterin Nermin Akkus ist. Architektur, Energieversorgung, Raumkonzept und moderne Informationstechnik schaffen beste Bedingungen fürs Lernen. „Schulbuch und Kreidetafel werden“, und das betonte die Schulleiterin, „ergänzt durch Smartphone und Tablet.“ Nermin Akkus zitierte den Theologen und Schriftsteller Friedrich August Köthe: „Wer Kindern eine Schule baut, baut Gott einen Tempel.“

Viele Aufführungen der Schulkinder bereicherten die Eröffnungsfeier des „Schulzentrums An der Warte“.

Einen Schultempel, auf den die Stadt Waldeck sehr stolz sei, unterstrich Bürgermeister Jürgen Vollbracht. Ein Gebäude, das Kindern und Kollegium der Grundschule das Gefühl gibt, „von einer Zwei-Zimmer-Wohnung in eine Villa umgezogen zu sein“, wählte Brigitte Trietsch als Bild, Stellvertreterin von Nermin Akkus. Sie erinnerte an die beengten Verhältnisse in der alten Grundschule in der Gartenstraße, ohne Mensa mit einem Container für die Nachmittagsbetreuung auf dem Schulhof. Der Platzbedarf sei gestiegen, nicht wegen einer größeren Zahl von Kindern, sondern für das Fordern und Fördern der Schülerinnen und Schüler in kleineren Gruppen. Und nicht zuletzt, damit die Schule ihre neu gewonnene Rolle als Ganztagsschule ausfüllen könne.

Modernste Informationstechnik und energetische Ausstattung

Architekt Hartmut Potthoff schilderte mit Landrat Dr. Reinhard Kubat und dessen Vize und Baudezernent Karl-Friedrich Frese, was den ersten Schulneubau Waldeck-Frankenbergs in den Amtsperioden der beiden Wahlbeamten zur modernsten Schule des Landkreises macht: knapp 3200 Quadratmeter Nutzfläche mit allen informationstechnischen Finessen, mit Luftwärmepumpe im Verbund mit einer modernen Gasheizung für besonders kalte Tage, mit Regenwasser-Rückgewinnung, Photovoltaikanlage und – nicht nur mit Blick auf Corona wichtig – einem Lüftungssystem, das es trotzdem erlaubt, die Fenster zu öffnen. Zehn Klassenräume, dazu viele spezielle Unterrichtsräume oder die Mensa für 50 Personen komplettieren den Bau, zu dem ein großzügig neu gestalteter, gemeinsamer Schulhof mit der bisherigen Mittelpunktschule gehört. Michael Seim vom Schulamt gratulierte allen Beteiligten zu diesem Ergebnis. Die Rednerinnen und Redner hoben den Verdienst von drei Personen hervor, die das Projekt maßgeblich mitbegleiteten: Hausmeister Manfred Schmidt, Simone Jungermann von der Kreisverwaltung und Bauleiter Henning Emde.

Die neue Grundschule, die mit der Mittelpunktschule Sachsenhausen nun das „Schulzentrum An Warte“ bildet.

Die Mädchen und Jungen der Schule bereicherten das Festprogramm mit Liedern, Tänzen und heiteren Einlagen. So erklärten Ole und Sementha den Hintergrund des neuen Schulnamens, den Schulgemeinde und Einwohnerschaft gemeinsam ausgesucht haben: Vier Warten, von denen aus nach heranrückenden Feinden Ausschau gehalten wurde, standen einst um Sachsenhausen. Eine von ihnen befindet sich in der Nähe des Schulzentrums, „So kam es zu dem Namen, auch wenn wir die Warte heute nicht mehr brauchen: Wir haben ja Handys“, sagte Sementha. (Matthias Schuldt)

Auch der Schulweg zum neuen Schulzentrum ist nach Aktionen der Eltern, des Ortsbeirates und weiterer Akteure nun gesichert.

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