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Zahlreiche Besucher bei Premiere des Wochenmarkts in Höringhausen

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Auftakt bei strahlendem Sonnenschein: Initiator Hubertus Nottscheid und Marktbeschickerin Alisha Milde bei der Premiere des Wochenmarkts in Höringhausen.
Auftakt bei strahlendem Sonnenschein: Initiator Hubertus Nottscheid und Marktbeschickerin Alisha Milde bei der Premiere des Wochenmarkts in Höringhausen. © Jörg Schüttler

Bei strahlendem Frühlingssonnenschein strömten zahlreiche Besucher zum ersten Höringhäuser Wochenmarkt auf den Dorfplatz am Herrenhaus.

Waldeck-Höringhausen – Marktmeister Hubertus Nottscheid, der das alte Hofgut in Höringhausen zu einem kulinarischen Anziehungspunkt in der Region ausbauen möchte, wünscht sich, dass sich der Einkauf hier zu einem Event entwickelt.

„Angestrebt ist, dass man hier für den Kühlschrank und die Obstschale frisch für die nächsten Tage Einkaufen kann“, sagt Nottscheid, „daneben sollen die Leute auch hier verweilen“.

Gin und „Wildes aus Waldeck“

Vorgesehen ist, dass Gemüse- und Obstbauern im Laufe des Jahres ihre Produkte anbieten. Attraktionen und Unterhaltung sind geplant wie beispielsweise der Auftritt von Musikgruppen und Chören. Allerdings sei es in Zeiten von Corona und des Krieges in der Ukraine nicht leicht, Beschicker zu finden.

Stöbern an den Auslagen: Familie Heyer aus Sachsenhausen am Stand von Sylvia Wehowsky.
Stöbern an den Auslagen: Familie Heyer aus Sachsenhausen am Stand von Sylvia Wehowsky. © Jörg Schüttler

Schon beim Auftakt am 16. April 2022 gab es ein vielseitiges Angebot an regionalen Produkten zu entdecken: Am Stand von Brennerin Sandy Freudenstein gab es unter anderem Waldecker Gin, Orangengin, Emmagin und Eierlikör mit Gin. Alisha Milde bot „Wildes aus Waldeck“ an, dazu Essig, Senf, Salatbalsam und Eierlikör.

Hüpfburg und Kinderspiele

Sylvia Wehowsky aus Nieder-Werbe zeigte Schmuckkreationen, Anneliese Vöhl aus Haina präsentierte kunstvolle Bastel- und Dekowaren, darunter Konfirmationskerzen und selbst gemachte Steinbilder. Für das leibliche Wohl der Besucher war gesorgt. Die jüngsten Gäste freuten sich über Spiele, Rutschen und eine Hüpfburg.

„Regionalwaren haben eine große Zustimmung“, bekräftigte Bürgermeister Jürgen Vollbracht. Die Fläche sei groß genug, Parkplätze seien vorhanden, und die Lage am Bahnradweg ideal. „Zudem zieht das gute Angebot und Kinderprogramm auch junge Familien an.“ Bei ungünstigem Wetter biete die Festscheune ausreichend Platz.

Exner: „Wir wollen eine Region des guten Lebens sein“

Ortsvorsteher Uwe Wagner wies auf die gute Infrastruktur Höringhausens und die zentrale Lage im Landkreis hin. Die heimischen Bundestagsabgeordneten Esther Dilcher (SPD) und Armin Schwarz (CDU) zeigten sich angetan von der Marktpremiere. Dilcher freute sich besonders über die anstehende Sanierung des Herrenhauses: „Ich habe schon lange darauf gewartet, dass es hier einen Investor gibt, damit ich mich als Mitglied im Haushaltsausschuss mit dafür einbringen kann, dass dieses historische Gebäude in das Denkmalschutz-Sonderprogramm aufgenommen wird.“

Hochprozentiges in Variationen: Sandy Freudenstein aus Bad Wildungen präsentiert Waldecker Gin.
Hochprozentiges in Variationen: Sandy Freudenstein aus Bad Wildungen präsentiert Waldecker Gin. © Jörg Schüttler

Schwarz sagte: „Es zeigt sich, dass die Versorgung mit heimischen Produkten immer mehr geschätzt wird.“ Der Markt sei eine Bereicherung für den Ortskern und fördere das Zusammenhörigkeitsgefühl. Nottscheid leiste daran mit der Sanierung des Herrenhauses wesentlichen Anteil.

Auf das breite Angebot regionaler Produkten wies auch Markus Exner, Geschäftsführer der Grimmheimat Nordhessen, hin: „Waren, die vor Ort hergestellt sind, bieten Versorgungssicherheit. Wir wollen eine Region des guten Lebens sein.“ Auch der Landkreis und die Region Kellerwald-Edersee unterstützen das Projekt.

Anknüpfen an alte Marktrechte in Höringhausen

Am Ende des ersten Markttages zog Nottscheid Bilanz: „Ich war sehr zufrieden, und die Besucher haben es mit guter Laune und guten Gesprächen genossen. Wir sind froh über jeden neuen Aussteller, der den Markt bereichern wird.“ Der nächste Wochenmarkt findet am Samstag, 23. April, von 8 bis 14 Uhr statt.

Der Höringhäuser Heimatforscher Heinrich Figge fand heraus, dass es in dem bis 1866 zu Hessen-Darmstadt gehörenden Ort sehr alte Marktrechte gab: Vier Märkte im Jahr durften früher abgehalten werden. „Daher freut es mich, dass jetzt wieder ein Markt stattfindet, und dass er bereits morgens um 9 Uhr sehr gut besucht war.“ (Jörg Schüttler)

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