Förderpreis erhalten

Gebärmutterhalskrebs: Waldecker Firma bietet Test für zu Hause an

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René Hol mit dem Gründerpreis vor dem Selbacher Schloss.

Waldeck-Selbach. Von Schloss Selbach aus greifen zwei Existenzgründer in den weltweiten Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs ein: mit einem Vorsorge-Selbstabstrich für zu Hause.

Unter dem Namen „NovoScreen“ rufen René Hol und Michaela Fesenfeld für das Produkt ein Unternehmen ins Leben – bereits dekoriert mit einem renommierten Förderpreis.

Ihre Idee eröffnet mehr Frauen den Zugang zur Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs und kann Verweigerinnen die Scheu davor nehmen; die Scheu vor dem bisher nötigen Einsatz eines Speculums in einer gynäkologischen Praxis.

Das Speculum ist ein trichterförmiges Instrument zur Untersuchung des weiblichen Intimbereiches. Persönliche oder religiöse Gründe und das unangenehme Gefühl bei der Untersuchung schrecken viele Frauen ab.

„Mit unserem neuen Selbstabnahme-Set führen die Frauen statt dessen zu Hause den Abstrich eigenhändig durch und bringen ihn in die Praxis oder schicken ihn ein“, erklärt René Hol.

250 000 Frauen sterben laut Weltgesundheitsorganisation weltweit jährlich an Gebärmutterhalskrebs im Gewebe. Verursacher: HP-Viren, von deren 120 Typen 15 Krebs erregen. 80 Prozent der Menschen infizieren sich mit derlei Viren; durch Übertragung beim Sex. 

Zumeist wird das Immunsystem damit fertig, doch manchmal bleiben die Viren aktiv. Zwar gibt es Impfungen für Mädchen, doch nicht gegen alle Virentypen. Für „Herdenschutz“ müssten auch Jungen breitflächig geimpft sein. Früherkennung ist daher wichtig. Von der Infektion bis zum Entstehen eines Krebses, der im Vor- und Frühstadium in der Regel heilbar ist, vergehen mehrere Jahre.

Mehr zu dem Thema und über die Entwicklung aus Waldeck lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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