Sperrmauer-Modell im Edersee hat Eisdecke durchbrochen

Edersee. Spaziergänger am zugefrorenen Edersee haben es entdeckt: Die Krone des Sperrmauermodells hat das Eis durchbrochen, weil der Wasserstand weiter abgesunken ist.

Ob das kleine, 107 Jahre alte Bauwerk durch die Eislast Schaden genommen hat und wenn ja, welchen, lässt sich noch nicht beurteilen.

„Wir müssen uns darüber unterhalten, ob wir für die Zukunft vorsorgen können und wollen und falls ja, wie wir das tun“, sagt Waldecks Bürgermeister Jörg Feldmann. Die Frage ist, wie häufig es vorkommt, dass so niedrige Temperaturen und so ein niedriger Wasserstand zusammenkommen wie in diesen Tagen.

Das Modell taucht nur in Jahren mit besonders niedrigem Wasserstand auf - und dann im Spätherbst. In den niederschlagsreichen Wintermonaten steigt der Pegel gewöhnlich schnell. Nicht aber in diesen Wochen. Aktuell ist der Edersee nur zu etwa 15 Prozent gefüllt, das sind 24 Meter unter Vollstau.

Diese Situation sei äußerst ungewöhnlich, bescheinigt Jiri Cemus vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hann. Münden. Zufluss zur Talsperre ist weiterhin nicht in Sicht. Die Abgabe bleibt beim Minimum von sechs Kubikmetern pro Sekunde, teilt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt mit.

Von Matthias Schuldt

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