Ideen mit lokalen Partnern umsetzen

Stadt Waldeck im Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“

Sie machen mit: Teilnehmer der neu gegründeten „Lokalen Partnerschaft“ an der Stadthalle in Sachsenhausen. Die Gründung war der offizielle Startschuss für das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“, in das die Stadt Waldeck aufgenommen worden ist.
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Sie machen mit: Teilnehmer der neu gegründeten „Lokalen Partnerschaft“ an der Stadthalle in Sachsenhausen. Die Gründung war der offizielle Startschuss für das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“, in das die Stadt Waldeck aufgenommen worden ist.

Die Stadt Waldeck ist mit den beiden Stadtteilen Sachsenhausen und Waldeck in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen worden. In den kommenden zehn Jahren können bis zu zehn Millionen Euro Fördergeld für die Umsetzung öffentlicher und privater Sanierungsmaßnahmen fließen.

Waldeck – Mit der Gründung einer „Lokalen Partnerschaft“ erfolgte vergangenen Donnerstag in der Stadthalle Sachsenhausen der offizielle Startschuss fürs Programm. Etwa 20 lokale Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Verbänden und der örtlichen Wirtschaft gehören dieser Partnerschaft an und können ihre Ideen und Anregungen in den Prozess einbringen.

„Ich freue mich sehr, dass sich so viele Beteiligte in unserer Stadt ehrenamtlich für dieses Stadtentwicklungsprogramm engagieren“, sagte Bürgermeister Jürgen Vollbracht. Deren Einbeziehung sei ein entscheidendes Kriterium für einen erfolgreichen Umsetzungsprozess, ergänzte Dipl.-Ing. Ingolf Linke, Projektleiter des landeseigenen Büros „ProjektStadt“, das den Prozess in Waldeck betreut. Linke: „Die Maßnahme wird nicht am Grünen Tisch entwickelt, sondern muss von den Menschen vor Ort mitinitiiert und getragen werden.“

Im neuen Förderprogramm „Lebendige Zentren“ werden in Hessen die bisherigen Programme „Aktive Kernbereiche“ sowie „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gebündelt. Es umfasst nach den Worten von Projektleiter Linke folgende Schwerpunkte:

  • Förderung von öffentlichen und privaten Baumaßnahmen zur Stärkung des innerörtlichen Geschäfts- und Dienstleistungsangebotes,
  • Erhalt bedeutender Gebäude und Ensembles,
  • Förderung von Wohnen im Innenbereich,
  • die Behebung von Leerständen,
  • Klimaanpassung und Klimaschutz,
  • Freiflächengestaltung,
  • Barrierefreiheit und Infrastrukturen für moderne Mobilitätsformen.

Für öffentliche Projekte gibt es nach Auskunft von Bürgermeister Vollbracht eine Förderquote von 66,6 Prozent. Ebenfalls bezuschusst werden private Projekte bis zu einer Größenordnung von 20 000 Euro.

Bis zum November dieses Jahres soll nun ein Entwicklungskonzept für beide Stadtteile erarbeitet werden. Dazu sind vier Treffen der „Lokalen Partnerschaft“ geplant. In der anschließenden Umsetzungsphase ab 2022 sollen dann jeweils zwei Zusammenkünfte pro Jahr folgen. Im Juni und Juli finden zudem zwei Werkstätten statt – je nach Pandemielage auch online.

Für das Projekt „lebendige Zentren“ wurde ferner die Webseite www.sachsenhausen-waldeck-mitgestalten.de eingerichtet. Dazu erklärte Projektleiter Ingolf Linke: „Hier können sich Interessierte über das Projekt informieren und über eine interaktive Karte Anregungen und Hinweise eingeben sowie mit den Planern in Dialog treten.“ Die Seite ist seit dem gestrigen Montag freigeschaltet. Kinder ab acht Jahren können sich ab Mittwoch, 9. Juni, mit einer Fotorallye beteiligen. (sch)

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