„Waldecker Perlen um Buchenmeer“

Waldeck ist Nationalparkstadt am Großschutzgebiet Kellerwald-Edersee

Waldeck ist Nationalparkstadt: Die neue Ortstafel des Stadtteils Scheid halten Ortsvorsteher Marko Drebes, Staatssekretär Mark Weinmeister und Bürgermeister Jürgen Vollbracht (von links), umrahmt von Besuchern der Feierstunde in der Kirche am See.
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Waldeck ist Nationalparkstadt: Die neue Ortstafel des Stadtteils Scheid halten Ortsvorsteher Marko Drebes, Staatssekretär Mark Weinmeister und Bürgermeister Jürgen Vollbracht (von links), umrahmt von Besuchern der Feierstunde in der Kirche am See.

Waldeck ist Nationalparkstadt. Die Urkunde zur Verleihung der Zusatzbezeichnung überreichte Staatssekretär Mark Weinmeister am Freitagnachmittag im Auftrag des hessischen Innenministers in der neuen Kirche am See auf der Halbinsel Scheid.

  • Waldeck ist Nationalparkstadt.
  • Staatssekretär Mark Weinmeister überreichte die Urkunde des Hessischen Innenministeriums zur Verleihung der Bezeichnung.
  • Vom Namenszusatz „Nationalparkstadt“ erhoffen sich die Waldecker einen weiteren Schub für den Tourismus am Edersee.

Waldeck-Scheid – „Es war ein langer Weg“, sagte Bürgermeister Jürgen Vollbracht rückblickend. Jetzt sei der „Nationalpark angekommen in der Region“. Die Erweiterung des Großschutzgebiets um Steilhänge am Edersee in der Waldecker Gemarkung schuf die Voraussetzungen für den Namenszusatz „Nationalparkstadt“, den das Stadtparlament zügig im Ministerium beantragt hatte.

„Nationalpark umringt von Perlenkette, die große Teile der juwelen in Waldeck hat“

Die Erweiterungsflächen sind aus Sicht des neuen Nationalparkleiters Manuel Schweiger „ein echtes Schmankerl“. Er zollte ein Kompliment für die reibungslose Umsetzung.

Achim Frede, Planungsleiter der Nationalparkverwaltung im Erweiterungsprozess, freute sich über die schnelle Umsetzung innerhalb von knapp drei Jahren. Als Folgesicherung des Großschutzprojekts gehe es darum, Landschaften von gesamtstaatlicher Bedeutung sicherzustellen und für die regionale Wertschöpfung etwas zu erarbeiten.

Frede: „Der Nationalpark, das Welterbe Buchenmeer, ist jetzt von einer Perlenkette umringt, die große Teile der Juwelen in Waldeck hat.“ Dazu gehörten die Kahle Hardt als Deutschlands ältester Eichenwald, urige Landschaften mit reizvollen Ausblicken an der Mühlenecke, die enge Schlucht des Bärenbachtals, der Waldecker Schlossberg, aber auch Kanzel, Ziegenberg, Buchten und Felsen. „Das sind echte Juwelen, die gibt es weit und breit nicht nochmal in der Qualität.“ Das sei eine Chance für die gesamte Region, Regionalentwicklung und Naturschutz in Einklang zu bringen, betonte der Basdorfer.

Nach Vöhl, Frankenau und Edertal nun auch Waldeck

Staatssekretär Weinmeister erinnerte an die Diskussionen im Vorfeld des 2004 gegründeten Nationalparks. „Da war erst einmal Skepsis vorhanden.“ Aber die Region habe die Bedeutung des Nationalparks, der 2011 mit dem Weltnaturerbe geadelt wurde, samt seiner Wertschöpfung erkannt. Nach den Anrainerkommunen Vöhl, Frankenau und Edertal erhalte nun auch Waldeck den begehrten Namenszusatz und darf sich Nationalparkstadt nennen.

„Damit ist das Kleeblatt jetzt komplett am Edersee“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Er verwies auf die einzelnen Etappen hin zum Großschutzgebiet. „Es wurde vieles durchlebt, manches durchlitten, heute ist alles gut – es waren die richtigen Entscheidungen.“ Er forderte auf, die Chance zu nutzen und den positiven Schub mitzunehmen – dabei aber vor allem auf die Qualität zu achten.

Bauboom auf der Halbinsel Scheid am Edersee

Bei einem Rundgang berichtete Wolfgang Büchling aus der Geschichte der Halbinsel Scheid, die mit der Besiedlung durch Marinekameraden ersten touristischen Schwung nahm. Marko Drebes, Ortsvorsteher von Nieder-Werbe und Scheid: „Wir erleben hier gerade einen Bauboom – es geht richtig voran.“ Die Bezeichnung „Nationalparkstadt“ signalisiere weiteren Schub. (Cornelia Höhne)

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