Unrat wird oft aus Autofenster geworfen

Zwölf Tonnen Müll in Straßengräben - Reinigung kostet 40.000 Euro

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Waldeck-Frankenberg. In den Straßengräben des Landkreises landet jedes Jahr tonnenweise Müll. Um genau zu sein: ein dutzend Tonnen.

Mit rund 12.000 Kilo rechnet Hessen Mobil für die Sammlung des illegal entsorgten Unrats, die in diesen Tagen läuft. Noch bis kurz nach Ostern sei dabei eine Firma im Auftrag der Straßenbehörde unterwegs, erklärte Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil, auf HNA-Anfrage. Autofahrer müssen also mit Sammelfahrzeugen und deren Personal rechnen.

Dabei müssen die Sammler im Landkreis rund 1200 Kilometer an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen säubern. Zum Vergleich: Das ist etwas mehr als die Fahrtstrecke von Korbach zum Bodensee und zurück. Dieses Müllsammeln hat seinen Preis: Rund 40.000 Euro sind in diesem Jahr dafür eingeplant, erklärt Behördensprecher Sinemus weiter. Und jährlich wird die Aktion wiederholt.

In der Regel sind es dabei immer etwas mehr als zehn Tonnen Unrat, der beseitigt wird. Typische Schwerpunkte sind laut Hessen Mobil dabei Straßen, wo man etwas langsamer fährt und dieses gemäßigte Tempo nutzt, Müll einfach aus dem Autofenster zu werfen. Ein Beispiel dafür sind die Autobahnauffahrten im Bereich Diemelstadt. Aber auch überall dort, wo Tankstellen, Schnellrestaurants oder Supermärkte in Gewerbegebieten an den Straßen liegen, sei vermehrt Müll zu finden.

Ein weiteres Problem sind die illegalen Ablagerungen direkt auf Park- und Rastplätzen. Hier müssten, zusätzlich zu der nun laufenden Aktion, die Straßenmeistereien regelmäßig Müll einsammeln, erklärte Horst Sinemus. Die dortigen Mülltonnen und deren Umfeld würden von Unbekannten für Hausmüll genauso zweckentfremdet wie für Bauschutt oder stapelweise Altreifen.

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