Ein Helfer in größter Not

Zwölfjähriger handelte umsichtig und half einer Hochschwangeren

Ein umsichtiger Helfer: Der zwölf Jahre alte Elias besuchte den neugeborenen Leon und seine Mutter im Krankenhaus. Foto:  Petri

Waldeck. Der zwölf Jahre alte Elias handelte bei einem medizinischen Notfall umsichtig. Der aus dem Irak stammende Junge informierte den Rettungsdienst über die Rufnummer 112, weil seine hochschwangere Nachbarin ein Kind erwartete.

Elias berichtete, dass er zu Hause saß als sein Nachbar, ein aus Serbien stammender Asylbewerber der kein deutsch spricht, an der Haustür klingelte. Mit Gesten versuchte der Mann Elias, der selbst erst seit zwei Jahren in Deutschland lebt und bereits schon gut deutsch spricht und für seine Eltern dolmetscht, zu erklären, dass bei seiner Frau die Wehen eingesetzt hätten und sie medizinische Hilfe benötigen würde.

Da der Mann sich aber nicht auskannte mit Notrufen, überreichte er Elias sein Handy. Der Zwölfjährige wählte die Notrufnummer und sagte: „Das Baby will raus.“ Nach dem er die Adresse angegeben hatte, ging er mit seinem Nachbarn und der Hochschwangeren vor das Haus, wo kurze Zeit später ein Rettungstransportwagen und ein Notarzt eintrafen.

Mit Händen und Füßen erklärten die Einsatzkräfte dem Mann und seiner Frau, die ihr fünftes Kind erwartete, dass sie nach Korbach ins Krankenhaus gefahren würde.

Dort erblickte in der Nacht der kleine Leon das Licht der Welt. Elke Fincke, die Elias und seine Familie betreut, lobte den Zwölfjährigen für sein richtiges Handeln. „Er hat gut aufgepasst, was zu tun ist, wenn ein Notfall eintritt.“ Am nächsten Tag besuchten sie die glückliche Mutter und den Neugeborenen. Sie waren froh, dass es alle gut überstanden hatten.

Von Arnd Petri

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