Ökumenisches Projekt: „Hervorragendes Angebot“

Waldecker Land: Impfbegleiter stehen Impflingen zur Seite

Impfbegleiter Manfred Rummel, Rita Baumhof, Impfzentrum Korbach.
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Der ehrenamtliche Impfbegleiter Manfred Rummel kümmert sich um die 80-jährige Rita Baumhof, die Unterstützung braucht, um die Impftermin zu bekommen und wahrnehmen zu können.

„Niemand muss heutzutage allein zurechtkommen, es gibt so viel Hilfe. Man muss sie nur annehmen,“ sagt Rita Baumhof und schaut Manfred Rummel an, der ihr als ehrenamtlicher Impfbegleiter zur Seite steht.

  • Ehrenamtliche Impfbegleiter stehen Seniorinnen und Senioren zur Seite, die sich impfen lassen möchten und bei Vorbereitung und Durchführung Unterstützung brauchen.
  • Es ist ein ökumenisches Projekt der katholischen Kirchengemeinde St. Marien und der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Korbach.
  • Wer Unterstützung braucht, kann sich ganz einfach telefonisch an Alice Lessing von der Caritas wenden. Sie vermittelt die ehrenamtlichen Helfer.

Damit ist er einer von 26 Frauen und Männern, die älteren oder kranken Menschen zur Seite stehen, die sich im Korbacher Impfzentrum impfen lassen möchten.

Viele Seniorinnen und Senioren, die keine Familie vor Ort haben, sind häufig schon mit der Terminvergabe überfordert und könnten auch die Anreise alleine nicht stemmen. So wie Rita Baumhof. „Meine Familie wohnt nicht hier, deshalb habe ich das Angebot der Impfbegleitung sofort angenommen, als ich davon las – und würde es jederzeit wieder tun“, sagt die 80-jährige Korbacherin, die in ihrer Mobilität etwas eingeschränkt ist und den Weg zum Impfzentrum auf der Hauer nicht alleine schaffen würde.

„Ehrenamtliche Impfbegleiter“ ist ein ökumenisches Projekt der katholischen Kirchengemeinde St. Marien und der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Korbach. Vermittelt werden die Ehrenamtlichen, die sich nach einem Aufruf in der WLZ als Impfbegleiter zur Verfügung gestellt haben, von Alice Lessing. Sie ist hauptamtliche Koordinatorin für Caritas des Caritasverbandes Brilon und begleitet auch die Helfer im Waldecker Land. Wer Hilfe rund um die Impftermine braucht, meldet sich einfach bei ihr – sie sorgt für alles weitere. So hat sie, nachdem Rita Baumhof bei ihr um Unterstützung gebeten hatte, zum Beispiel Manfred Rummel vermittelt.

Er stand der Korbacher Seniorin von Anfang an zur Seite, hat für sie schon die Impf-Termine per Internet ausgemacht. Rechtzeitig vor dem ersten Impftermin ging er ihr zur Hand beim Ausfüllen des Anamnesebogens, beim Durchlesen der Impferklärung und der Auflistung der Medikamente. In seinem Pkw hat er sie am Impftag rechtzeitig zu Hause abgeholt, und sie auch während des ganzen Prozederes im Impfzentrum begleitet – von der Anmeldung im Foyer über das Beratungsgespräch mit Impfarzt Nils Engelhard bis zur Impfung, die die medizinische Fachangestellte Sabrina Schreiber durchgeführt hat.

Ehrenamtliche Impfbegleiter ganz einfach anfragen

Wer Unterstützung braucht - egal, welcher Konfession –, um die Impftermine auszumachen und in Anspruch nehmen zu können, kann sich wenden an Alice Lessing, hauptamtliche Koordinatorin für Caritas des Caritasverbandes Brilon. Sie ist auch für das Dekanat Waldeck zuständig. Sie vermittelt gern ehrenamtliche Impfbegleiter und ist zu erreichen über Telefon 05631/ 50 64 688 oder 0170/44 95 268 sowie per E-Mail: a.lessing@caritas-brilon.de (md)

Manfred Rummel war zum ersten Mal als ehrenamtlicher Impfbegleiter unterwegs. Dabei kann er auf jahrzehntelange Erfahrung in der Altenpflege zurückblicken – als Altenpfleger mit Zusatzausbildung in der Anästhesie- und Intensivpflege, Lehrer für Pflegeberufe und ehemaliger Inhaber eines Pflegedienstes war es für ihn selbstverständlich, seine Hilfe nach dem Aufruf der Caritas und der Evangelischen Stadtkirchengemeinde anzubieten, sagt der Helfer.

„Ich weiß sehr zu schätzen, dass ich heute eine 1-A-Betreuung hatte“, sagt Rita Baumhof und lacht. Sie war selbst viele Jahre für die Caritas ehrenamtlich engagiert. „Ich finde es sehr gut, dass die Kirchen diese Hilfe anbieten und kann nur jedem raten, dieses Angebot und die hervorragende Betreuung auch in Anspruch zu nehmen“, betont die lebensfrohe Korbacherin. Von Marianne Dämmer

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