Diese Kunst lässt schmunzeln

Walter Sachs installiert neue Werke im Rauch-Museum

Ein Künstler sitzt inmitten seiner Skulpturen.
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on der Idee zur Kunst: Religion, Mythologie und der menschliche Körper inspirieren den Künstler Walter Sachs (Bildmitte). Eine Auswahl seiner Arbeiten hat der Bildhauer im Christian-Daniel-Rauch-Museum arrangiert.

Bereits seit vergangenem November zieht die geballte Weiblichkeit vor dem Marstall die Blicke der Passanten auf sich.

Bad Arolsen - Nun hat der Bildhauer Walter Sachs noch weitere Objekte aus seinem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Weimar nach Arolsen gebracht. Vielfältige, teils augenzwinkernde Bezüge zwischen den klassizistischen und zeitgenössischen Skulpturen tun sich dabei auf.

Erkunden können Besucher die Sonderausstellung im Christian-Daniel-Rauch-Museum, sobald es die Lage wieder erlaubt. Ursprünglich sollten Sachs Arbeiten bereits im vergangenen Jahr gezeigt werden. Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel hofft nun gemeinsam mit dem Künstler, dass dies spätestens im Juni der Fall sein wird.

Unterwegs das Fahrzeug gewechselt

Mit Hindernissen anderer Art hatte der vielseitige Bildhauer, Maler und Grafiker, Jahrgang 1954, es bei seiner jüngsten Fahrt nach Arolsen zu tun. Sein mit vielen kleineren Skulpturen beladenes Auto blieb zwischen Thüringen und Hessen just mit einem Motorschaden liegen.

Der Wolf und die sieben Geißlein lassen grüßen: Zicklein Nr. 7 von Walter Sachs im Christian-Daniel-Rauch-Museum.

Die glücklicherweise handlichen Arbeiten lud der Bildhauer flugs in einen Leihwagen um, sodass vor Ort doch noch eine Auswahl getroffen werden konnte. Wobei das Gewicht von Kunstwerken so eine Sache ist, wie Walter Sachs im Museum berichtet. Als Bildhauer ist er den Umgang mit schweren Materialien gewohnt.

Grauwacke wiegt schwer

Einen marmornen Eselskopf etwa, den der findige Künstler verschmitzt unter einem Relief Friedrichs des Großen platziert, wiege nahezu schlappe dreißig Kilogramm, erklärt der Bildhauer.

Seine Arbeiten aus Grauwacke seien eher noch schwerer, sagt Walter Sachs, so dass der Eindruck vom kleinen, leichten Ausstellungsobjekt mitunter gewaltig täuschen kann. Ihren Spaß werden die Besucher des Marstalls auf jeden Fall haben. Schließlich ergeben sich mit den Weimarer Gästen doch laufend neue Bezüge im Museum. so etwa in den Vitrinen, wo Rauchs Viktorien-Modelle neuerdings Besuch von kleinen Frauenfiguren erhalten, die deutlich sichtbar guter Hoffnung sind.

Ein männlicher Torso bildet das neue Gegenüber zu Emils Wolffs Frauenfigur „Die Nacht“, wogegen das Abbild eines Zickleins eine Reihe prominenter Reliefköpfe aufmischt. Die hoffentlich bald wieder zugelassenen Besucher dürfen auf jeden Fall gespannt sein. (Sandra Simshäuser)

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