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Ganoven nutzen Whatsapp: Betrugsfälle auch in Waldeck-Frankenberg

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Von: Philipp Daum

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Betrugsfälle über den Messenger-Dienst Whatsapp haben zuletzt auch die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg beschäftigt. (Symbolbild).
Betrugsfälle über den Messenger-Dienst Whatsapp haben zuletzt auch die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg beschäftigt. (Symbolbild). © Arno Burgi/dpa

Betrugsfälle über den Messenger-Dienst Whatsapp haben zuletzt auch die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg beschäftigt. So können Sie sich schützen.

Korbach - Das Vorgehen der Ganoven mit einem Betrug über den Messengerdienst Whatsapp ist hierbei oft ähnlich. Während die Polizei bis 2020 noch keine derartigen Betrugsfälle bearbeiten musste, waren es 2021 bereits fünf im Landkreis. „Bei vier dieser fünf Anzeigen blieb es bei einem Versuch, hier kam es also nicht zu einem finanziellen Schaden.

„Bei einer Anzeige wurde die geschädigte Person um 450 Euro betrogen“, sagt Manuel Luxenburger, stellvertretender Pressesprecher bei der Polizeidirektion im Landkreis.

In allen Fällen hätten die geschädigten Personen eine Whatsapp-Nachricht einer unbekannten Nummer erhalten. In der Nachricht habe sich der Täter als Mitglied der Familie ausgegeben und um die Überweisung von Geld gebeten. „Die Täter übermitteln per Nachricht im Messenger-Dienst in der Regel eine Kontonummer, auf die das Geld überwiesen werden soll.“ Bei diesem Delikt handele es sich um eine Form des Computerbetrugs.

Betrug via Whatsapp - Polizei meldet Anstieg der Fälle in Waldeck-Frankenberg

„Die Opfer weisen keine besonderen Eigenschaften auf. Jeder Mensch, der Messenger-Dienste unabhängig vom Anbieter benutzt, kann Opfer werden“, berichtet der Polizei-Sprecher.

Angesichts dieser Entwicklung haben Whatsapp und die Polizeiliche Kriminalprävention die Kampagne „Kontrolle ist besser – Check Deinen Chat“ ins Leben gerufen. Darauf weist auch Luxenburger hin. „Bei Nachrichten von unbekannten Nummern sollte man skeptisch sein. Auf jeden Fall sollte das entsprechende Familienmitglied über die bekannte Nummer kontaktiert werden“, rät er. Hier könnten schon viele Betrugsversuche beendet werden.

Unbekannte Nummern sollten gelöscht und/oder blockiert werden. Vom Messenger-Dienst per SMS versandte Codes sollten nie an andere Kontakte weitergeleitet werden. Luxenburger gibt weitere Tipps, wie man sich schützen kann:

Betrug per Whtasapp: Gefälschte Jobangebote 

Zu den Betrugsmaschen, mit denen Kriminelle über WhatsApp ihre Opfer finden, gehören auch fingierte Jobangebote. Wer darauf antwortet, womöglich gar seine Bewerbungsunterlagen hinschickt, gibt allerhand Daten über sich preis. Die Täter können diese Daten zum Beispiel für das Anlegen von Benutzerkonten in Onlineshops nutzen, mit denen sie Waren bestellen. Auch der bekannte Enkeltrick wird von einigen Betrügern mittlerweile via Whatsapp versucht. Weitere Tipps, wie man sich gegen Betrugsmaschen jeglicher Art schützt, gibt es unter: polizei-beratung.de.

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