Abordnung des SPD-Ortsvereins besucht das „Wasch-Kaffee“ in der Bahnhofstraße

Wasch-Kaffee als Ort der Begegnung und Ort der Möglichkeiten

Fünf Personen mit FFP2-Masken stehen vor dem Schaufenster des Wasch-Kaffee in der Bahnhofstraße.
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Besuch im Wasch-Kaffee: von links Volker Heß (Delta Gmbh), Gerd Strozyk (Mitarbeiter im Waschkaffee) Anna-Hedwig Konn-Vetterlein, Christa Angstmann und Eberhard Eckhardt vom SPD-Ortsverein.

Mitglieder des SPD-Ortsvereinsvorstands haben das „WaschKaffee“in der Bahnhofstraße besucht und sich über die aktuelle Situation der Sozialeinrichtung informiert.

Bad Arolsen - Dabei wurde deutlich, dass die wegen der Pandemie seit Monaten andauernde Schließung negativen Einfluss auf die Situation der regelmäßigen Besucher hat.

Volker Heß, Geschäftsführer der kreiseigenen Delta GmbH, beschrieb einführend die Zielsetzung des „WaschKaffee“ so: „Es handelt sich um eine Begegnungsstätte für Menschen in schwieriger sozialer Situation, die ähnlich wie die Nutzer der „Tafeln“ einen Berechtigungsschein vorlegen. Träger des Projekts ist das Jobcenter.“

Sozialpädagogische Begleitung ist gesichert

Das Cafe werde regelmäßig gut besucht und habe sich als Begegnungsstätte etabliert. Soziale Vereinsamung, könne so vermieden, mögliche Perspektiven aufgezeigt und ein Beitrag für einen strukturierten Tagesablauf geleistet werden.

Neben den freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die alle selbst Anspruchsberechtigte nach dem Sozialgesetzbuch SGB II sind, stehen auch sozialpädagogische Fachkräfte für die Mitarbeiter/innen bereit.

Waschen, bügeln, klönen

Der Name „Wasch-Kaffee“ stammt von den Mitarbeitenden selbst, denn neben dem Genuss von Kaffee und Kuchen ist es auch möglich, Wäsche zu waschen und zu bügeln. Coronabedingt ist das „Wasch-Kaffee“ derzeit geschlossen, da es als gastronomischer Betrieb eingestuft wird. Für viele Menschen, die regelmäßig die Einrichtung besucht haben, fallen damit wichtige soziale Kontakte, oft die einzigen, völlig weg. Die Mitarbeiter bekommen häufig Anfragen, wann wieder geöffnet werde. Dann erführen sie, welche Auswirkungen die Schließung habe.

Unter diesem Eindruck regte Anna-Hedwig Konn-Vetterlein an zu prüfen, inwieweit zumindest die Wäscherei ihre Arbeit wieder aufnehmen könne. Wäsche an der Eingangstüre abzugeben und wieder abzuholen müsste auch unter Pandemiebedingungen möglich sein.

Über Außengastronomie nachdenken

Die Sozialdemokraten sehen auch für den Café-Betrieb Perspektiven: Es sei wahrscheinlich, dass Außengastronomie früher möglich werde als die Bewirtung im Inneren. Die Stadt Bad Arolsen hatte schon im letzten Sommer zugesagt, hier bürokratische Hürden abzubauen und die Gastronomen zu unterstützen. Davon könnte auch das ,,Wasch-Kaffee’’ profitieren, der breite Bürgersteig macht das Aufstellen von Tischen und Stühlen gut möglich.

Neben dem „Wasch-Kaffee“ betreibt die DELTA noch das „Bewerbercafe“ mit Räumen in der Rauchstraße 9. Hier werden Menschen auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt unterstützt.  (red/es)

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