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Wasserqualität: Alle Badeseen in Waldeck-Frankenberg sind ausgezeichnet

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Von: Julia Janzen

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Ein junger Mann am Rande eines Sees
Regelmäßige Überprüfung: Hendrik Graf, angehender Hygienekontrolleur beim Gesundheitsamt des Landkreises, kontrolliert am Twistesee den ph-Wert und die Temperatur des Wassers. © Julia Janzen

Die Badeseen im Landkreis haben laut Hessischem Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) eine „ausgezeichnete Qualität“. Von 61 Badegewässern im Bundesland gelten 59 als ausgezeichnet: das beste Ergebnis, das es bislang gab.

Waldeck-Frankenberg - Für die aktuelle Bewertung wurden alle Messwerte der vergangenen vier Saisons herangezogen, sagt Winfried Staudt, beim HLNUG Sachbearbeiter für die Badegewässer. Nur zwei Seen in Hessen wurden dabei mit „gut“ bewertet, keiner bekam schlechtere Noten. Dabei seien die guten Zustände keine Selbstläufer. Es gibt engmaschige Kontrollen. Maßgeblich dafür sind die EU-Badegewässer-Richtlinie und die hessische Badegewässer-Verordnung.

Während der Saison machen Hygienekontrolleure des Gesundheitsamts beim Landkreis etwa alle zwei Wochen eine sogenannte Gewässerschau an allen Badeseen in Waldeck-Frankenberg sowie am Baggersee am Campingplatz Teichmann in Vöhl. Neben der Überprüfung von Temperatur und pH-Wert wird auch die Sichttiefe kontrolliert. Könne man tiefer als einen Meter blicken, sei alles in Ordnung, sagt Hygienekontrolleur Dominik Burk. Liegt der Wert darunter, könne dies ein Hinweis auf Algenbildung sein. Daneben wird auch die Umgebung der einzelnen Badestellen auf Müllablagerungen kontrolliert, ob Wasservögel dort leben, wie hoch die Lufttemperatur ist, ob es riecht und wie die Wasseroberfläche aussieht. Alle zwei bis drei Wochen beprobt während der Badesaison außerdem die Umwelthygiene Marburg Eder-, Twiste- und Diemelsee sowie den Baggersee am Campingplatz. Im Labor werden die Proben mikrobiologisch untersucht, die Ergebnisse schließlich ans Gesundheitsamt gemeldet.

Alle drei Jahre untersucht das HLNUG alle Badeseen zudem chemisch-physikalisch, sagt Winfried Staudt. Dabei gehe es dann auch um Nährstoffbelastung und Sauerstoffgehalt. Am Ende jeder Saison fließen alle Messwerte in kommende Bewertungen ein. „Damit will die EU eine gleichbleibend hohe Qualität sicherstellen“, so Staudt. Abgeraten wird generell vom Baden in Flüssen und Bächen. Eingeleitete Abwässer, auch wenn diese in Kläranlagen gereinigt wurden, können mit Keimen belastet sein.

Für den Landkreis seien die aktuell sehr guten Bewertungen der Seen eine gute Werbung, sagt Dominik Burk. Die offizielle Saison läuft noch bis 11. August. jj

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