Sechs Kommunen kooperieren

Unter der Regie von Volkmarser Experten zum digitalen Rathaus

Interkommunale Partner für digitale Rathäuser. Von links: Büroleiter Hendrik Vahle, die Bürgermeister Rüdiger Germeroth (Zierenberg), Volker Becker (Diemelsee) und Thomas Trachte (Willingen), Jürgen Salokat, Bürgermeister Hartmut Linnekugel (Volkmarsen), Uwe Steuber (Städte- und Gemeindebund), die Bürgermeister Jens Wiegand (Breuna) und Elmar Schröder (Diemelstadt) mit Büroleiter Jörg Romberger.
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Interkommunale Partner für digitale Rathäuser. Von links: Büroleiter Hendrik Vahle, die Bürgermeister Rüdiger Germeroth (Zierenberg), Volker Becker (Diemelsee) und Thomas Trachte (Willingen), Jürgen Salokat, Bürgermeister Hartmut Linnekugel (Volkmarsen), Uwe Steuber (Städte- und Gemeindebund), die Bürgermeister Jens Wiegand (Breuna) und Elmar Schröder (Diemelstadt) mit Büroleiter Jörg Romberger.

Unter der Regie der Stadt Volkmarsen arbeiten die Kommunen Breuna, Diemelsee, Diemelstadt, Willingen und Zierenberg an der Verwirklichung des digitalen Rathauses.

Volkmarsen – Nach dem Onlinezugangsgesetzt müssen die Städte und Gemeinden bis Ende 2012 alle Dienstleistungen digital anbieten. Das reicht dann von simplen Angeboten wie der Anmeldung eines Festes bis hin zu datenschutzrechtlich anspruchsvollen Anwendungen wie der Ausstellung eines Personalausweises.

Das ist bereits möglich

Die sechs Kommunen haben zum 1. Januar eine interkommunale Zusammenarbeit vereinbart, um mithilfe von Fördermitteln die Forderungen umzusetzen.

Die Tür zum digitalen Rathaus ist bereits geöffnet. Schon jetzt können der Parkausweis für Menschen mit Behinderungen oder Geburts-, Sterbe- oder Eheurkunde bequem von zu Hause beantragt werden.

Online-Plattform geschaffen

Während nach wie vor mit Papier gearbeitet wird, hat die Stadt Volkmarsen unter der Federführung des Digitalbeauftragten Jürgen Salokat eine Online-Plattform (Civento) für alle Online-Dienstleistungen mit der EKOM21 GmbH aufgebaut. Dienstleistungen können bereits online bezahlt werden.

Die IKZ-Kommunen werden bereits vom Land Hessen mit 100 000 Euro für den Aufbau der Infrastruktur gefördert. Zudem wurden der Zusammenschluss vom Land Hessen und den drei kommunalen Spitzenverbänden als Modellkommune ausgewählt und zudem 130 000 Euro für den Aufbau digitaler Angebote rund um das Friedhofswesen sowie die digitale Vergabe von Hallen und Gemeinschaftshäusern gewährt.

Modelle für andere Kommunen

Volkmarsen hat den Aufbau bereits 2015 begonnen mit der Civento-Plattform. Und der frühere Büroleiter Salokat hat sich als versierter Anleiter für die Kommunen und als Entwickler von bundesweiten Angeboten für den Sektor Ehe weithin einen Namen gemacht.

In so genannten Digitalisierungsfabriken werden modellhaft Anwendungen erstellt, die dann von anderen Kommunen genutzt werden können. In der Tourismushochburg Willingen wird ein Bereich für die Zweitwohnungen aufgemacht, In Diemelsee werden Angebote für das Thema Wasser entwickelt, Breuna, Diemelstadt und Zierenberg kommen in diesem Prozess noch dazu.

Wird das Ziel erreicht?

„Die Fördergelder sind sehr gut angelegt“, sagt der frühere Lichtenfelser Bürgermeister Uwe Steuber, der beim Hessischen Städte- und Gemeindebund die Koordinierungsstelle für die Digitalisierung in den Rathäusern angetreten hat.

Mit den Anwendungen müssten auch noch die Schnittstellen aufgebaut werden. Bei der EKOM21, die in der Corona-Pandemie stark gefordert war und wo händeringend nach Personal gesucht wurde, müsste es aber schneller laufen, sagt Steuber.

Datenschutz wichtig

Doch ist er sicher, dass die meisten Online-Dienstleistungen zum geplanten Zeitpunkt angeboten werden können. von ursprünglich 575 Angeboten seien nun noch 421 im Onlinezugangsgesetz festgeschrieben worden.

Für datenschutzrechtlich komplexe Themen, wie etwa das Personenrecht oder die Ausgabe von Personalausweisen, wird bei der Hansestadt Hamburg ein bundesweit einheitliches Modell entwickelt, aus Bayern stammt eine Anwendung für das Waffenrecht. (Armin Haß)

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