Zuletzt Tausende Menschen zu Gast

Wegen Corona: Besucher sollen vorerst nicht zum Edersee kommen

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Die Sperrmauer des Edersees wird möglicherweise gesperrt, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Der Edertaler Bürgermeister Klaus Gier appelliert eindringlich, wegen der Corona-Krise auf Ausflugsfahrten zum Edersee zu verzichten.

„Es geht schlicht und einfach darum, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Infektionsgefahr für Risikopersonen zu minimieren. Schlussendlich geht es um Menschenleben“, sagt der Bürgermeister am Freitag in einer Pressemitteilung. 

Grund für den Aufruf sei das vergangene Wochenende, an dem tausende Besucher insbesondere die Talsperre und das weitere Umfeld des Edersees für Ausflüge genutzt hätten. 

„Leider mussten wir immer wieder beobachten, dass die Sicherheitsabstände im öffentlichen Raum und in gastronomischen Betrieben nicht eingehalten wurden. Darum sehen wir uns unter Umständen dazu gezwungen, den kompletten Bereich des Sperrmauervorplatzes mit dem Aquapark und die Talsperre für die Öffentlichkeit zu sperren“, erklärt Bürgermeister Gier. 

Am Wochenende 14./15. März herrschte noch großer Besucheransturm auf der Sperrmauer und am Edersee.

Da inzwischen unter anderem auch der Wildtierpark wegen der Ausbreitung des Virus von der Nationalparkverwaltung geschlossen wurde, sei es nach Auskunft des Bürgermeisters dringend notwendig, das Freizeitverhalten zu ändern. „Wir erleben eine noch nie dagewesene Situation. Umso wichtiger ist es, dass jeder von uns die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Bundes- sowie Landesregierung strikt befolgt. Um es auf den Punkt zu bringen: bleiben Sie zuhause“, appelliert Klaus Gier an das Verantwortungsbewusstsein und gegenseitige Rücksichtnahme der Bevölkerung. 

Die Gemeinde habe vor wenigen Tagen unter anderem mit der Schließung des Aquaparks an der Sperrmauer, der Freizeitanlage Spicke in Kleinern und aller anderen Freizeiteinrichtungen, Sportanlagen sowie Spiel- und Bolzplätze und des Schredderplatzes in Anraff reagiert. 

In einer ausführlichen Stellungnahme zu den Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus heißt es dazu: „Bitte unterstützen Sie unsere Bemühungen, die Zahl der Corona-Fälle soweit wie möglich zu begrenzen beziehungsweise die Verbreitung zu minimieren. Das Wohl der Allgemeinheit geht jetzt vor Einzelinteressen.“ 

Dies bedeute auch Einschränkungen im täglichen Leben. „Wir appellieren hier an Ihre Vernunft, Ihre Solidarität und Ihr Verantwortungsbewusstsein. Verzichten Sie bitte in der jetzigen Situation auf private Veranstaltungen, Feiern und verschieben Sie diese auf später.“

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