Planbare Operationen werden verschoben

Wegen Corona: Kreiskrankenhaus Frankenberg erlässt Besuchsverbot für Angehörige

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Vorsichtsmaßnahme: Mit solchen Schildern will das Kreiskrankenhaus Frankenberg verhindern, dass mit Corona Infizierte durch den Haupteingang in die Klinik gelangen, informiert Pressesprecherin Jutta Muth. 

Frankenberg. Zum Schutz der Patienten lässt das Kreiskrankenhaus Frankenberg ab Montag keine Angehörigenbesuche mehr zu. 

Angehörige können benötigte Artikel für die Patienten, wie Pflegemittel und frische Wäsche, an der Pforte abgeben und dort auch wieder abholen, teilte die Klinik mit.  Ausnahmen sind nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt möglich. 

Auch schon am Wochenende sollte von Besuchen möglichst abgesehen werden.

Das Kreiskrankenhaus hat am Freitag Schilder am Eingang aufgestellt, auf denen sie Patienten mit Verdacht auf Corona bittet, die Klinik nicht zu betreten. Sie sollen klingeln und auf weitere Anweisungen warten.

„Klinikmitarbeiter werden sie dann nach den Symptomen und möglichen Kontakten zu Infizierten befragen“, schildert Pressesprecherin Jutta Muth. Die Mitarbeiter werden die Patienten zur weiteren Abklärung über das Gesundheitsamt an die eingerichteten Testzentren weiterleiten.

Patienten, die der Rettungsdienst bringt oder die mit bestätigter Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen und stationärer Versorgung bedürfen, werden über einen gesonderten Eingang in das Gebäude und dort auf ein Isolierzimmer mit entsprechenden Schutzvorrichtungen gebracht.

 Durch dieses Prozedere und den vorgegebenen Weg werde die Ansteckungsgefahr für medizinisches Personal und andere Patienten minimiert. „Wir sind auf Corona vorbereitet“, sagt Geschäftsführer Gerhard Hallenberger Bis Freitagabend gab es keine Fälle im Kreiskrankenhaus.

Die Klinik hat ein sogenanntes Ausbruchteam zusammengestellt, das bei dem Auftreten von Verdachtsfällen alarmiert wird und die Versorgungsorganisation der betroffenen Patienten koordiniert. Auch gebe es seit Jahren einen Notfallplan für Epidemien oder Pandemien.

Zudem werden, wie von der Bundesregierung für alle Kliniken angeordnet, ab Montag planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe verschoben oder ausgesetzt. „Notfälle werden selbstverständlich weiter versorgt“, erklärt Hallenberger. Er hoffe, dass die finanziellen Ausfälle auch tatsächlich zeitnah von den Krankenkassen ausgeglichen werden.

Die Ambulanz am Krankenhaus bleibe geöffnet.

Info:Bei Verdacht auf Corona sollten sich Betroffene zuerst telefonisch an den Hausarzt oder an den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung (Tel. 116117) wenden.

Wenige Tage nach dem Auftritt in Frankenberg steht fest: Friedrich Merz hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

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