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Wegen Corona-Lockdown: Gästezahlen in Waldeck-Frankenberg weiter gesunken

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Von: Wilhelm Figge

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Leere Tribünen beim Skisprung-Weltcup in Willingen. 2021 und 2022 musste das Springen ohne Zuschauer stattfinden.
Leere Tribünen beim Skisprung-Weltcup in Willingen. 2021 und 2022 musste das Springen ohne Zuschauer stattfinden. Das drückte auch die Übernachtungszahlen in der Upland-Gemeinde nach unten. © Joachim Schrick

Im zweiten Corona-Jahr sind erneut weniger Gäste nach Waldeck-Frankenberg gekommen als zuvor. Das lag vor allem am längeren Lockdown.

Waldeck-Frankenberg - Die in dieser Woche veröffentlichte Statistik weist für 2021 469 000 Ankünfte und 2,25 Millionen Übernachtungen aus, also Rückgänge von 9,5 beziehungsweise 3,3 Prozent auf 2020 und 45,5 beziehungsweise 32,4 Prozent auf 2019. Im letzten Jahr vor der Pandemie verzeichnete die Statistik noch knapp 860 000 Gäste mit 3,33 Millionen Übernachtungen.

Bei der Bewertung für 2021 müssten aber die Umstände bedacht werden, betont Klaus Dieter Brandstetter, Geschäftsführer des Touristik Service Waldeck-Ederbergland: „Das vergangene Jahr fing erst am zweiten Juni-Wochenende an.“ Bis dahin dauerte der erste Lockdown in dem Jahr, insgesamt war einen Monat länger zu als noch 2020. Der Zeitraum, in dem die Betriebe öffnen konnten, verlief laut Brandstetter deutlich besser. Auch zum Jahresende hätten manche Kommunen bessere Belegungen verzeichnet als vor Corona.

Klaus Dieter Brandstetter
Klaus Dieter Brandstetter, Geschäftsführer des Touristik Service Waldeck-Ederbergland © PR

Die meisten Übernachtungen weist die Statistik in Bad Wildungen auf – mit 1,12 Millionen. Das ist eine minimale Steigerung gegenüber 2020 und ein geringer Rückgang zu den 1,45 Millionen im Jahr 2019. Knapp die Hälfte des Rückgangs im Landkreis schlägt sich in Willingen nieder: 536 000 Übernachtungen 2021 stehen 581 000 im Vorjahr und 1,04 Millionen vor der Pandemie gegenüber. Die Edersee-Kommunen Vöhl, Waldeck und Edertal verloren je rund sieben bis neun Prozent Übernachtungen zu 2020: mit 330 000 liegen sie deutlich unter dem Vor-Krisen-Niveau.

„2022 ist davon abhängig, wie es mit Corona weitergeht“, erklärt Klaus Dieter Brandstetter. Es sehe nach Lockerungen aus, derweil öffneten auch die anderen Länder in Europa wieder. Ältere Reisende halte es wohl noch vermehrt in Deutschland, jüngere zöge es aber wohl mehr als 2020 und 2021 ins Ausland. Insgesamt sei er hoffnungsvoll, dass sich 2022 deutlich bessere Übernachtungszahlen ergeben als zuletzt, wenn auch das Vor-Krisen-Niveau wohl noch nicht zu erreichen sei. Der Trend zum Urlaub in Deutschland könne sich noch mittelfristig auswirken, aber ab 2024 geht Brandstetter von alten Verhältnissen aus.

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