Weihnachtsbeleuchtung: Argumente dafür und dagegen

Frankenberger Land. Zur Adventszeit sollen die Lichter den Menschen die dunkle Jahreszeit erhellen und die Vorfreude auf den Heiligen Abend verschönern. Ein Pro und Contra gibt es hier.

Doch Weihnachtsbeleuchtung ist nicht gleich Weihnachtsbeleuchtung. In der Adventszeit wird wieder deutlich, wie unterschiedlich der Geschmack der Menschen ist. Manche mögen mehr, manche weniger.

Unsere beiden Redakteure Klaus Jungheim und Stefanie Rösner argumentieren jeweils, was für und was gegen Weihnachtsbeleuchtung spricht.

Pro: 

In der dunklen Jahreszeit ist jede Lichtquelle willkommen. Und wenn es derart spektakulär wie beim Frankenberger Weihnachtshaus passiert, umso mehr. Licht im Dunkeln ist eine Tankstelle für die Seele. Egal, wo es leuchtet - ob im Garten oder in der Fußgängerzone.

Sicher kann man schmunzeln, wenn Privatleute ein Haus mit Lichterketten und Schmuck über und über behängen. Aber sie haben Spaß daran. Und sie haben für Frankenberg eine kleine, aber feine Attraktion mit speziellem Charakter in dieser düsteren Jahreszeit geschaffen.

Diese schon fast kindlich anmutende Freude wollen sie mit anderen teilen. Mit Erfolg: 300 kamen in diesem Jahr, um sich die strahlende Pracht anzuschauen - und Licht zu tanken. Der Kreis der guten Sache schließt sich, wenn dann auch noch die Frankenberger Tafel profitiert.

Die Kosten für intensive Beleuchtung reduzieren sich inzwischen auf einen Betrag, der vertretbar ist. Energiesparende LED-Lampen machen es möglich und finden immer mehr Anhänger. 99 Prozent des Weihnachtshauses zum Beispiel sind laut Veranstalter damit ausgestattet. Durch neue Technik ist pure Freude am stundenlang strahlenden Licht möglich - ohne schlechtes Gewissen, zu viel Energie zu vergeuden. (jun@hna.de)

Contra:

Wenn zu Beginn der Adventszeit die Lichterkette am Weihnachtsbaum auf dem Kirchhof neben meinem Elternhaus zum ersten Mal leuchtete, dann war sie da, diese wunderbare Zeit der Vorfreude. Als ich ein Kind war, genügten diese Lichter aus, um mir die dunkle Jahreszeit zu erhellen.

Doch wem würde noch ein einzelner Weihnachtsbaum auffallen, wenn ringsherum Straßen und Häuser hell erleuchtet wären? Eine kleine Lichterpyramide am Fenster reicht nach meinem Geschmack völlig aus. Und wenn eine Stadt ihre Fußgängerzone beleuchtet, ist das super. Doch nicht jede Gemeinde muss ihr Geld für Weihnachtsbeleuchtung an Straßen ausgeben, durch die kaum jemand läuft. Wer jeden Tag zuhause die Kerzen seines Adventskranzes anzündet und mal für ein paar Minuten alle anderen Lampen ausschaltet, kann das Licht einer einzigen Kerze viel intensiver wahrnehmen.

Wenn schon Ende November die Zahl der Lichterketten nicht mehr zu toppen ist, auf was soll man sich dann noch freuen? Dann gibt es nicht das symbolische Licht der Adventszeit, das im Finstern scheint, denn nirgends ist es finster. Andere können gern ihr Haus stark beleuchten. Für mich persönlich gilt: weniger ist mehr. (srs@hna.de)

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