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Weihnachtsgeschäft im Frankenberger Land: Trotz schwieriger Vorzeichen gut gelaufen

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Von: Susanna Battefeld, Jörg Paulus, Thomas Hoffmeister

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„Cascadia“, das Spiel des Jahres 2022, gehörte zu den Verkaufsrennern im Weihnachtsgeschäft im Ederkaufmarkt Scharf in Frankenberg, berichten Verkäuferin Stephanie Schwarwey (links) und Inhaberin Iris Heinemann-Pauli.
„Cascadia“, das Spiel des Jahres 2022, gehörte zu den Verkaufsrennern im Weihnachtsgeschäft im Ederkaufmarkt Scharf in Frankenberg, berichten Verkäuferin Stephanie Schwarwey (links) und Inhaberin Iris Heinemann-Pauli. © Susanna Battefeld

Nach zwei Jahren mit Lockdown (2020) und 2G-Regel (2021) war das Weihnachtsgeschäft 2022 für Einzelhändler und Kunden erstmals wieder ohne besondere Corona-Einschränkungen möglich. Wir haben einige Einzelhändler im Frankenberger Land gefragt, wie ihre Bilanz für das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr ausfällt.

Waldeck-Frankenberg – „Die Einschätzung ist zunächst eine Frage der Perspektive“, sagt André Kreisz als Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins Frankenberg (KVF). „Wenn man ehrlich ist, muss man die 2019er-Zahlen als Vergleich heranziehen. 2020 und 2021 waren für viele Teile des Handels durch Schließung und Regulierung oder eben Wettbewerbsverzerrungen gekennzeichnet. Der vorsichtige Optimismus für 2022 wurde durch Preissteigerungen quer durch den Alltag gebremst“, fasst Kreisz zusammen.

„Trotz dieser eher schwierigen Vorzeichen dürfen wir mit dem Weihnachtsgeschäft dennoch sehr zufrieden sein“, sagt Kreisz. „Auch der gelungene Adventsmarkt im Klostergarten zeigt, dass die Menschen die Pandemie endlich hinter sich lassen wollen und Angebote wieder gerne wahrnehmen, sich zu treffen und wieder zu bummeln.“

Modehaus Eitzehöfer: „Gutes und deutliches Kundenfeedback“

Für sein Modehaus Eitzenhöfer in Frankenberg berichtet André Kreisz: „Wir waren gespannt, wie sich unsere neue Sortimentsaufteilung im Weihnachtsgeschäft schlägt. Umplatzierung und Vergrößerung der Kindermode, Wegfall der Spielware und Erweiterung des „Home & Living“-Sortiments sowie die Neugestaltung des Cafés durch die Familie Müller haben sich als sehr positiv herausgestellt. Die Entscheidung hin zu Kernkompetenzen war 100-prozentig richtig“, so sein Fazit.

Es habe ein „gutes und deutliches Kundenfeedback“ gegeben, auch wenn einige den Spielwaren nachgetrauert hätten. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Dadurch blicken wir gelassen auf einen vermutlich schwierigen Jahresstart“, so Kreisz.

Ederkaufmarkt Scharf: „Sehr gut gelaufen“

Hochzufrieden ist Iris Heinemann-Pauli vom Frankenberger Ederkaufmarkt Scharf. „Bei uns ist das Weihnachtsgeschäft sehr gut gelaufen – in allen Abteilungen“, sagt sie. Spielwaren seien natürlich das klassische Weihnachtsgeschenk, aber auch mit dem Verkauf im Haushaltswarenbereich sei sie sehr zufrieden.

Der „Renner“ bei den Spielsachen seien die Spiele des Jahres 2022 gewesen, Cascadia und Zauberberg, teilt Fachverkäuferin Stephanie Scharwey mit. Aber auch Lego, Playmobil und Puppen seien gut gelaufen.

Gutscheine seien immer gefragt, berichtet Inhaberin Iris Heinemann-Pauli. „Ab Dienstag ging auch schon das Einlösen los.“ Sie vermutet, dass dabei auch das schlechte Wetter derzeit eine Rolle spiele. „Da kann man ja sonst nicht viel unternehmen. Auch Spiele für die ganze Familie wurden nach Weihnachten noch häufig gekauft.“

Iris Heinemann-Pauli freut sich über die Treue ihrer Kunden und möchte ihnen bei der Gelegenheit danken. „Die Leute kommen gerne zu uns und kaufen – trotz Internet“, betont sie. Es sei bekannt, dass Scharf „alles hat“ und das gelte auch das ganze Jahr über. „Schön, dass das Konzept, das mein Onkel Klaus Scharf mal vorgegeben hat, noch funktioniert.“ Auch viele junge Menschen, die längst aus Frankenberg weggezogen seien, würden Weihnachtsgeschenke bei ihr kaufen.

Einkaufszentrum Battenfeld: „Umsatzmäßig die wichtigste Zeit im Jahr“

„Wir sind zufrieden“, sagt auch Tanja Schiemann, Vorsitzende der Werbegemeinschaft Einkaufszentrum Battenfeld, über das Weihnachtsgeschäft 2022 in ihrem Geschäft „tandeco“. Schmuck war laut Schiemann in diesem Jahr besonders gefragt, gefolgt von kulinarischen Artikeln (Gewürze, Öle) und Wohndekor. „Weihnachten ist für uns umsatzmäßig die wichtigste Zeit im Jahr“, sagt Schiemann.
Dass sich die Kunden aufgrund von Inflation und Energiekrise beim Geschenkekauf im Vergleich zu den Vorjahren zurückgehalten hätten, könne sie „nicht bestätigen“. Umgetauscht worden seien in den ersten Tagen nach Weihnachten „nur ganz wenige“ Artikel. Mit dem Einlösen verschenkter Gutscheine ließen sich ihre Kunden erfahrungsgemäß Zeit, sagt die Vorsitzende der Battenfelder Werbegemeinschaft.

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