Erfolgreiche Aufklärungsarbeit

Weniger Jugendliche mit Rausch in Klinik

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der Jugendlichen mit Alkoholvergiftung geht zurück. In Waldeck-Frankenberg sind in jüngster Zeit weniger ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Nach Einschätzung der Fachstelle Suchtprävention des Landkreises in Korbach ist das auf die erfolgreiche Aufklärungsarbeit zurückzuführen.

Ulrike Ritter von der Fachstelle warnt aber: „Alkohol ist nach wie vor mit Abstand Suchtmittel Nummer Eins.“

Mit dem Projekt „Hart am LimiT“ (HaLT) wird seit 2011 im Landkreis über den Umgang mit Alkohol aufgeklärt. Der Anlass war, dass es immer mehr junge Menschen gab, die durch Rauschtrinken aufgefallen waren.

Im ersten Jahr des Projektes gab es 16 HaLT-Fälle, im laufenden Jahr bislang nur drei. Dies sind Jugendliche bis 21 Jahren mit der Diagnose Alkoholvergiftung. „Mit HaLT erreichen wir fast die Hälfte der Betroffenen“, sagt Ulrike Ritter.

Wenn die Eltern zustimmen, führen Suchtberater mit den Jugendlichen Gespräche und begleiten sie über einige Wochen. Bei zwei Dritteln der Fälle handele es sich um einmalige Vorfälle, bei einem Drittel bestehe aber schon Abhängigkeit.

Sämtliche Fälle von Alkoholvergiftung in Waldeck-Frankenberg seien auf den Konsum von Spirituosen zurückzuführen. Diese seien aber erst ab 18 Jahren erlaubt. Das jüngste Kind, das wegen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus musste, war laut Ulrike Ritter gerade einmal 13 Jahre alt. Meist betreffe es 15- bis 16-Jährige.

Wie das Präventionsprojekt HaLT funktioniert, welche Folgen übermäßiger Alkoholkonsum für die Gesundheit und die Psyche der Jugendlichen hat und weitere Infos zum Thema finden Sie in der gedruckten Mittwochausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Rubriklistenbild: © dpa

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