Ausstellung mit Bildern von Panos Kounadis bis zum 26. Juni im Kunsttreff

Werke mit dem Schwamm

Vor seinem Traumbild „Ursuppe“: Künstler Panos Kounadis, umrahmt von Susanne Korn (links) und Dr. Birgit Kümmel vom Kunsttreff Frankenberg. Foto:  Moniac

Frankenberg. „Traumbilder“ heißt eine Ausstellung mit Gemälden und Zeichnungen von Panos Kounadis, die der Kunsttreff Frankenberg im Haus am Geismarer Tor zeigt. Der Künstler mit griechischen Wurzeln wuchs in Freiburg auf und studierte nach einem Praktikum als Bühnenbildner an der Kunsthochschule in Karlsruhe. Dort beendete er 1988 seine akademische Ausbildung als Meisterschüler bei Gert von Dülmen.

Seitdem arbeitet Panos Kounadis als freier Künstler in Freiburg. Immer wieder ist die Bühnenbildnerei sein Arbeitsfeld, das ihn ebenso wie die angewandte Kunst im Bereich der Wandmalerei fasziniert. Panos Kounadis entwarf für die Produktionen verschiedener Theater in Freiburg, Karlsruhe und Athen die Bühnenbilder.

Im Mittelpunkt der Frankenberger Ausstellung steht Kounadis’ Malerei. Acrylmalerei auf Papier, Leinwand und Holz steht fein nuancierten Zeichnungen gegenüber. „Das Handwerk des Zeichnens ist für meine künstlerische Grundeinstellung fundamental“, erklärte Kounadis, der zur Vernissage in einem Gespräch mit Dr. Birgit Kümmel vom Kunsttreff seine Entwicklung erläuterte. Die Ausgangsbasis der „Traumbilder“ sei die Art und Weise der Wahrnehmung im Traum, die ihm die Darstellung von Gefühlen und zwischenmenschlichen Zusammenhängen ermögliche, sagte Kounadis. Der Mensch stehe dabei immer im Zentrum seiner Arbeit, er bringe ihn mit Vorliebe in Zusammenhang mit dem Element Wasser – und zwar sowohl im heimischen Schwimmbad als auch im Meer.

Panos Kounadis hält sich gerne im Freien auf. Entstanden sind dabei unter anderem großformatige „Schwarzwaldbilder“.

Die für die Freiburger Gegend typische Inversionswetterlage, verursacht durch den Temperaturunterschied der Luftschichten im Tal oder in Mulden, ist eines der Themen des Künstlers. Er arbeitet dabei häufig mit Putzschwämmen, um Wolkengebilde, wabernde Nebelbänke und Bergformationen darzustellen. In einem zweiten Arbeitsschritt werden mit feinstem Pinsel in klassischem, altmeisterlich anmutendem Duktus Bäumchen für Bäumchen aufgesetzt.

Von Marise Moniac

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.