Ja zum Wiesenfelder Wasser: Parlament für Aufbereitungsanlage

Trinkwasser aus dem Wasserhahn muss einwandfrei sein. Foto: dpa

Burgwald. Die Burgwalder Gemeindevertretung hat am Donnerstag einstimmig beschlossen, den Tiefbrunnen Wiesenfeld durch die Installation einer Filteranlage zu reaktivieren.

Außerdem votierten sie dafür, weitere Maßnahmen im Bereich der Wasserversorgung auf den Weg zu bringen - geschätzte Gesamtinvestition in den nächsten vier Jahren: fast 1,5 Millionen Euro.

Informationen zu den Projekten und zu Fragen der Zuschauer - zwölf waren zur Parlamentssitzung gekommen - fassen wir hier zusammen.

? Wann kann das weiche Wasser aus dem Tiefbrunnen Wiesenfeld wieder genutzt werden?

!Frühestens Ende 2017. Denn die Aktivkohleanlage, die die giftige Chemikalie 1,1,2,2,-Tetrachlorethan rausfiltert, soll nach derzeitigem Plan 2017 gebaut werden.

? Warum ist die Aufbereitungsanlage so spät geplant?

!Zunächst soll 2015 eine Wasserleitung vom Tiefenbrunnen Ernsthausen nach Wiesenfeld gebaut werden. Damit kann Wiesenfeld bis zur Reaktivierung des Brunnens mit Ernsthäuser Wasser versorgt werden, die Gemeinde muss weniger Wasser von Frankenberg zukaufen. Weiterer Vorteil: Ernsthausen könnte umgekehrt aus Richtung Wiesenfeld mit Trinkwasser versorgt werden und hätte so eine Lösung bei einem Notfall.

? Und wie soll es dann weitergehen?

!2016 soll eine neue Leitung vom Hochbehälter Burgwald nach Wiesenfeld verlegt werden. Da über diese Leitung Wiesenfeld und Birkenbringhausen so wie auch Orte im Oberen Edertal versorgt werden, muss sie belastbar sein. Die bisherige stammt von 1939.

? Kann die 2017 geplant Aufbereitungsanlage die giftige Chemikalie ganz rausfiltern?

!Laut Ingenieur Michael Rempe haben elfmonatige Test das einwandfrei gezeigt.

? Die Kosten für die Errichtung einer Aufbereitungsanlage werden auf 585 000 Euro geschätzt, hinzu kommen Betriebskosten. Lohnt sich die Anlage überhaupt? (mab)

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