Vorbereitungen für Jubiläum in 2020 beginnen

Besucherrekord im Wildtierpark Edersee: Zwei junge Wölfe im neuen Gehege

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Tierische Begrüßung am Fischotterteich im Wildtierpark Edersee.

Hemfurth/Edersee. Neuer Gästerekord im Wildtierpark Edersee: 2017 war das besucherstärkste Jahr der Nationalpark-Einrichtung.

In seinem Jahresbericht beim Förderverein Wildpark verwies der neue kommissarische Parkleiter Tobias Rönitz auf rund 138 800 Gäste. Diese Zahl könnte indes noch erheblich höher liegen. Ex-Parkleiter Albert Hernold liegen andere Statistiken vor, er geht von 146 500 Besuchern im Wildtierpark Edersee aus.

Beim traditionellen Rundgang des Fördervereins verschafften sich die Mitglieder einen Überblick über Tiere und Baumaßnahmen.

Europäische Wölfe neu im Park

Zwei europäische Wölfe (vorn) sind in den Wildtierpark Edersee eingezogen und leben in direkter Nachbarschaft mit den vier Timberwölfen des alten Rudels. 

Das untere Gehege für die europäischen Wölfe mit Besucherplattform und Weg wurde in 2017 gebaut. Den Bauarbeiten am oberen Gehege fuhr der Sturm Friederike im Januar 2018 in die Parade, bedauert Nationalparkleiter Manfred Bauer. Knapp 700 Festmeter Windwurfholz mussten aufgearbeitet werden und verzögerten das Projekt.

Ein Wolfspaar ist in das fertige Gehege bereits eingezogen: Der scheue, zwei Jahre alte Nuk, und die ein Jahr jüngere Noki leben in direkter Nachbarschaft mit den vier kanadischen Wölfen des bisherigen Rudels, das von den „Europäern“ abgelöst wird. Die ersten beiden Vertreter dieser Art „haben sich gut eingelebt, und wir erhoffen uns ab 2019 Nachwuchs“, sagt Rönitz. Im Sommer soll der obere Teil des Geheges fertig werden.

21 Jahre alter Luchs  ist  tot

Bei den Luchsen gab es einen Todesfall: Der 21 Jahre alte Kuder Peter lebt nicht mehr. Zwei weibliche Jungtiere aus 2016 wurden an den Wildpark Leipzig abgegeben. Bei den Fischottern kam in 2017 ein einziges Jungtier zur Welt, es wurde tot geboren.

Allerlei Nachwuchs gab es im vergangenen Jahr: 17 Rotwild- und 22 Damwildkälber, sieben Muffellämmer, 42 Frischlinge, zwei Tarpanfohlen, ein Luchs, zwei Wisente, 15 Ziegen, 22 Minischweine.

Zahlen von Greifenwarte, Aufzucht- und Pflegestation

Auch die Greifenwarte im Wildtierpark hatte Nachzuchterfolge: Zwei Turm-, 14 Lugger- und drei Lannerfalken, ein Möchsgeier, vier Bartkäuze und fünf Schwarzmilane erblickten das Licht der Welt. In der Aufzucht- und Pflegestation waren 25 Turmfalken, neun Waldkäuze, drei Schleiereulen, zwei Mäusebussarde, ein Uhu, ein Baumfalke. 80 Prozent wurden nach erfolgreicher Pflege wieder in die freie Wildbahn ausgesetzt, erläuterte Greifenwart Ludger Kluthausen.

Planungen für 2018

2018 wird der Vorzaun beim Rotwild abgebaut und der Zaun der Timberwölfe erneuert. Wenn der neue Landschafts- und Gestaltungsplan fertig ist, sollen erste Einzelmaßnahmen umgesetzt werden, wie Anpflanzungen und Sitzgelegenheiten. Die Nationalparkverwaltung will den Park weiter entwickeln und hat eine Kooperation mit der Uni Kassel vereinbart. 

Ariane Röntz, Dozentin für Landschaftsarchitektur, stellte das erarbeitete Konzept vor. Ein Schwerpunkt ist eine Aussichtsplattform auf dem Gelände der Flugschau mit Blick zur Talsperre. „80 000 Euro haben wir dafür schon zur Seite gelegt“, sagte Bürgermeister Klaus Gier als Vorsitzender des Fördervereins.

Die Plattform soll zum 50-jährigen Jubiläum des Wildtierparks fertig gestellt sein, das 2020 gefeiert wird. Die Vorbereitungen haben schon begonnen. 

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