Ermittlungserfolg im Diebstahlsfall Stadtkirche

Wildunger Polizei findet bei Einbruch gestohlenes Taufbecken wieder

Übergabe des Taufbeckens: (von links) der Leiter der Wildunger Polizeistation Peter Basteck, „Schutzfrau or Ort“ Simone Feußner, Pfarrerin Andrea Hose-Opfer und Kirchenvorstandsmitglied Sonja Störmer.
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Übergabe des Taufbeckens: (von links) der Leiter der Wildunger Polizeistation Peter Basteck, „Schutzfrau or Ort“ Simone Feußner, Pfarrerin Andrea Hose-Opfer und Kirchenvorstandsmitglied Sonja Störmer.

Ermittlungserfolg für die Wildunger Polizei: Die Dienststelle hat das im März beim Einbruch in die Stadtkirche gestohlene historische Taufbecken aufgestöbert.

  • Die Wildunger Polizei hat das beim Einbruch in die Bad Wildunger Stadtkirche gestohlene historische Taufbecken wiederbeschafft.
  • Die Wildunger Polizei vermeldet trotzdem keine Festnahme im Fall des Einbruchs in die Bad Wildunger Stadtkirche von Ende März
  • Der Einbruch in die Bad Wildunger Stadtkirche war aber offenbar nicht das Werk von Profi-Einbrechern

Bad Wildungen – „Wir sind sehr, sehr froh, dass sie wieder da ist“, sagt Pfarrerin Andrea Hose-Opfer. Die Taufschale aus dem 17. Jahrhundert war Ende März bei einem Einbruch in die Bad Wildunger Stadtkirche gestohlen worden. Ein Lächeln der Erleichterung und der Dankbarkeit gegenüber der Bad Wildunger Polizeistation klingt aus der Stimme von Andrea Hose-Opfer. Am Telefon berichtet die Seelsorgerin, wie Simone Feußner – die Wildunger „Schutzpolizistin vor Ort“ – und Peter Basteck, Leiter der Bad Wildunger Polizeistation, das gestohlene Taufbecken aus der Bad Wildunger Stadtkirche am Mittwoch an die Gemeinde zurückgaben; unter den Augen der berühmten Figuren auf dem Altarbild des Conrad von Soest.

Simone Feußner gehört der Ermittlungsgruppe der Bad Wildunger Polizeistation an. Der „engagierten Ermittlungsarbeit der Bad Wildunger Polizeistation“ sei der Erfolg im Fall dieses Einbruchs zu verdanken, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung.

Massiver Opferstock bei Einbruch in Bad Wildunger Stadtkirche ebenfalls gestohlen

Ebenfalls wieder da: der beim Einbruch mit dem gestohlenen Taufbecken aus der Bad Wildunger Stadtkirche entwendete, achteckige Opferstock. Er ist laut Hose-Opfer geschätzt 70 Kilogramm schwer und nahm Spenden zu Gunsten kleinerer Reparaturen an der Bad Wildunger Stadtkirche auf. Der Behälter habe offenbar Versuchen widerstanden, ihn mit Hilfe einer Bohrmaschine zu knacken. Ob und wenn ja, wie viel Geld sich in ihm befindet, weiß Andrea Hose-Opfer allerdings nicht: „Das Schloss ist so kaputt, dass man es mit dem Schlüssel nicht mehr aufschließen kann.“

Das schwere Gefäß war im Vorraum der Bad Wildunger Stadtkirche im Boden verschraubt. Die Umstände und das Gewicht dieser Beute lassen auf die Arbeit schließen, die sich die Langfinger bei ihrem Einbruch offenbar machten. Die Folgen des Einbruchs in die Bad Wildunger Stadtkirche, bei dem weitere, kleinere Spendenkästen geplündert worden waren, wurden im Laufe des 30. März entdeckt: die Glastür, die den Vorraum vom Schiff der Bad Wildunger Stadtkirche trennt, war aufgebrochen. Eigentlich muss die Tat tagsüber geschehen sein, meint Andrea Hose-Opfer, „denn das Portal zur Stadtkirche und dessen Schloss blieben ja unbeschädigt.“ Bis zum Einbruch wurde das Portal vormittags auf- und abends zwischen 17.30 und 18.30 Uhr abgeschlossen.

Portal der Bad Wildunger Stadtkirche nach Einbruch nur noch unter Aufsicht geöffnet

„So hatten Besucher immer die Möglichkeit, durch die Glastür ins Innere der Stadtkirche zu schauen, auch außerhalb der Öffnungszeiten“, erklärt die Bad Wildunger Pfarrerin. Dass niemand am möglicherweise helllichten Tage das frevelhafte Tun bemerkte, verwundert sie nicht. „Das Wetter war schlecht und wegen Corona ja alles am Kirchplatz geschlossen“: weder Publikumsverkehr im Café noch im Mehrgenerationen- oder im Jugendhaus. „Das Wetter war schlecht und wegen Corona ja alles am Kirchplatz geschlossen“: weder Publikumsverkehr im Café noch im Mehrgenerationen- oder im Jugendhaus.

Obwohl die Glastür rasch wieder repariert wurde, traut sich die Gemeinde vorerst nicht, zur alten Praxis mit offenem Portal der Bad Wildunger Stadtkirche zurückzukehren. „Wir überlegen, wie wir für die Zukunft mehr Sicherheit für die Glastür gewinnen“, fügt Andrea Hose-Opfer hinzu. Bis eine Lösung gefunden ist, bleiben Gäste auf die offiziellen Öffnungszeiten der Bad Wildunger Stadtkirche angewiesen, zu denen die Freiwilligen vom „Team offene Kirche“ als Aufsicht ihren Dienst versehen. Stellvertretend für dieses Team nahm Kirchenvorstandsmitglied Sonja Störmer das nach dem Einbruch nun wiederbeschaffte Taufbecken am Mittwoch mit entgegen.

Keine Festnahme im Fall des Einbruchs in die Bad Wildunger Stadtkirche

Die Wildunger Polizei hält sich bedeckt zum Stand der Ermittlungen im Fall des Einbruchs in die Bad Wildunger Stadtkirche. Sie verrät nicht , wie sie an die Beutestücke gelangte, ob etwa als Ergebnis einer Durchsuchung. Manuel Luxenburger, Pressesprecher der Polizeidirektion Waldeck-Frankenbergt, bestätigt auf Nachfrage zumindest, „dass es keine Festnahme gab“. Und dass die Tatverantwortlichen nicht aus Kreisen reisender Profi-Banden stammen. (Matthias Schuldt)

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