Wildunger Scharnier Vorzeigeprojekt in Hessen

Besuch in der Badestadt: Vertreter hessischer Kommunen und Mitarbeiter von Planungsbüros informierten sich über das Vorzeigeprojekt Scharnier. Foto:  nh

Bad Wildungen. Der Umbau des Stadtringes und der Brunnenstraße im Übergang zwischen Altstadt und Kurviertel - genannt Scharnier - hat die Erwartungen der Planer weit übertroffen. Diese Bilanz zogen Bürgermeister Volker Zimmermann und Bauamtsleiter Klaus Weidner anlässlich eines „Hausbesuches“, zu dem das Umweltministerium Vertreter aus Kommunen und Planungsbüros nach Bad Wildungen eingeladen hatte.

Rund sieben Millionen Euro investierte die Stadt vom ersten Spatenstich am 28. April 2011 an der Wäschebachkreuzung bis zur Einrichtung der im vergangenen Jahr fertig gestellten Begegnungszone. Sie wurde gefördert aus dem Programm „Aktive Kernbereiche“, in das Bad Wildungen gemeinsam mit Fritzlar und Edertal als „Wirtschaftsregion Mittleres Edertal“ aufgenommen wurde.

„Die Knotenpunkte funktionieren besser als erwartet“, bilanzierte der Bauamtsleiter in einem Pressegespräch. Das Tempo sei deutlich gesunken. Die Zahl der Unfälle habe sich drastisch reduziert

Als eines der Vorzeigeprojekte in Hessen gilt die Begegnungszone zwischen Breitem Hagen (C&A) und Eselspfad. „Ein einzigartiges Projekt. Wir hatten eigentlich einen Modellversuch vor. Da aber die Straßenverkehrsordnung eine Begegnungszone nicht vorsieht, haben wir uns mit Tempo 20 beholfen“, erklärte der Bürgermeister.

Eine Vorher-Nachher-Untersuchung ergab, dass es dort nur wenige Konflikte gibt. Nach den Worten des Bauamtsleiters halten sich 80 Prozent der Autofahrer an Tempo 20. Das sei ein sehr guter Wert, wie auch Verkehrsplaner Schmitz bestätigt habe. Das Verhältnis zwischen Autofahrern und Fußgängern sei geprägt von gegenseitiger Rücksichtnahme. Und noch etwas: „Die Fußgängerfrequenz in die Altstadt hat sich deutlich erhöht.“

Beim Besuch im Scharnier - das Ministerium stellt auf diesem Weg zukunftsweisende Projekte vor - erläuterten Mitarbeiter des Stadtbauamts die baulichen Details. Bernhard Schäfer (Buchland) stellte die Knackpunkte aus Sicht des Einzelhandels vor. Reckhard Pfeil (Stadtmarketing) informierte die Besucher über die touristischen Belange.(sch)

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