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Wildungerin Claudia Ravensburg erneut zur CDU-Landtagskandidatin nominiert

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Von: Gerhard Meiser

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CDU-Landtagskandidatin im Wahlkreis 6 wurde erneut Claudia Ravensburg (Mitte rechts), Ersatzkandidatin Katharina Tils (links daneben); hier mit (von links) Timo Hartmann (Vorsitzender CDU-Kreistagsfraktion), Jan-Wilhelm Pohlmann (Landtagskandidat im Nordkreis), dem CDU-Kreisvorsitzenden Armin Schwarz und dem Ersten Kreisbeigeordneten Karl-Friedrich Frese.
CDU-Landtagskandidatin im Wahlkreis 6 wurde erneut Claudia Ravensburg (Mitte rechts), Ersatzkandidatin Katharina Tils (links daneben); hier mit (von links) Timo Hartmann (Vorsitzender CDU-Kreistagsfraktion), Jan-Wilhelm Pohlmann (Landtagskandidat im Nordkreis), dem CDU-Kreisvorsitzenden Armin Schwarz und dem Ersten Kreisbeigeordneten Karl-Friedrich Frese. © Meiser, Gerhard

Die CDU-Delegiertenversammlung hat die Bad Wildungerin Claudia Ravensburg erneut als Kandidatin für Landtagswahl 2023 nominiert.

Geismar – Claudia Ravensburg (60) ist erneut als CDU-Landtagskandidatin für den Wahlkreis 6 (Waldeck-Frankenberg II, siehe Hintergrund) nominiert worden. Von den Delegierten der betreffenden CDU-Ortsverbände erhielt die Bad Wildungerin am Freitagabend im DGH Geismar 69 Ja-Stimmen (93,24 Prozent). Fünf der 75 Delegierten stimmten gegen Ravensburg, einer enthielt sich. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Die Wahl zum 21. Landtag in Hessen findet voraussichtlich im Herbst 2023 statt.

Bei der Landtagswahl 2018 hatte Claudia Ravensburg mit 30,9 Prozent der Stimmen zum vierten Mal das Direktmandat in ihrem Wahlkreis geholt.

„Wir als CDU wollen die Landtagswahl in Hessen gewinnen. Ich bin hoch motiviert. Ich kämpfe für uns alle im Wahlkreis“, sagte Ravensburg. Bis auf eine kurze Abstinenz von April 2008 bis Januar 2009 ist Ravensburg für die CDU seit April 2003 im hessischen Landtag vertreten.

Zur Ersatzbewerberin wurde Rechtsanwältin Katharina Tils (49) aus Gemünden gewählt. In geheimer Wahl stimmten 62 Delegierte für Tils, zwölf Delegierte waren dagegen, einer enthielt sich.

Unter den Gästen der Versammlung war auch der CDU-Landtagsabgeordnete Jan-Wilhelm Pohlmann (Korbach) – er war erst vor wenigen Tagen zu 100 Prozent als Landtagskandidat für den Wahlkreis 5 (Waldeck-Frankenberg I) gekürt worden.

Armin Schwarz, der Waldeck-Frankenberger CDU-Kreisvorsitzende, hatte Ravensburg als Kandidatin vorgeschlagen: „Claudia Ravensburg ist ein heimisches Urgestein, das kleinste Dorf, die kleinste Veranstaltung ist ihre Bühne.“ Sie könne nicht nur zuhören, sondern das Gehörte auch umsetzen, auch wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden könnten. Er lobte ihre „unheimliche politische Erfahrung“. Sie ist Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Bad Wildungen und seit 25 Jahren Mitglied des Kreistages, sagte Schwarz. „Sie ist eine Kümmerin.“

Kandidatin Ravensburg für schnelle Fertigstellung A 49

In einer 35-minütigen Rede hatte Claudia Ravensburg einen Parforceritt durch ihre politischen Tätigkeiten der vergangenen Jahre unternommen. Als Themen schnitt die Landtagsabgeordnete unter anderen den Straßenbau an: „Die heiß umkämpfte A 49 wird jetzt weiter zügig nach Süden gebaut. Für Fritzlar bietet die Fertigstellung wirtschaftlich eine große Chance. Wir brauchen gut ausgebaute Straßen bis nach Nordrhein-Westfalen.“

Ravensburg ging auch ein auf die Bundeswehrstandorte in Frankenberg und Fritzlar – „unglaublich wichtig für die Wertschöpfung in der Region“. Sie sprach über die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum – „Krankenhausstandorte sind unverzichtbar, wir wollen die Investitionspauschalen deutlich um 150 Millionen Euro erhöhen, in Frankenberg und besonders in Fritzlar muss die Geburtshilfe gesichert werden“. Sie plädierte für den Erhalt der drei Berufsschulstandorte und die Stärkung der Technischen Hochschule Mittelhessen mit dem dualen Studium und verwies auf das hessische Förderprogramm für die Zusammenarbeit von Gemeinden. Ravensburg kritisierte Entscheidungen wie die von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), den Bundesstützpunkt Ski-Nordisch in Willingen „auszuradieren“.   (Gerhard Meiser)

Die Landtagswahlkreise 5 und 6

Waldeck-Frankenberg ist bei den Landtagswahlkreisen im Prinzip in den Nordkreis (Wahlkreis 5) und den Südkreis (Wahlkreis 6) aufgeteilt. Nach der Wahlkreisreform vom Frühjahr 2022 gehört dem Wahlkreis 5 nun auch die Stadt Naumburg (Kreis Kassel) an; Fritzlar (Schwalm-Eder-Kreis) wurde dem Wahlkreis 6 zugeordnet.

Danach gehören den beiden heimischen Wahlkreisen nun folgende Städte und Gemeinden an:

Wahlkreis 5 (Waldeck-Frankenberg I): Bad Arolsen, Diemelsee, Diemelstadt, Edertal, Korbach, Lichtenfels, Twistetal, Volkmarsen, Waldeck, Willingen und Naumburg.

Wahlkreis 6 (Waldeck-Frankenberg II): Allendorf, Bad Wildungen, Battenberg, Bromskirchen, Burgwald, Frankenau, Frankenberg, Gemünden, Haina, Hatzfeld, Rosenthal, Vöhl und Fritzlar.( jpa)

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