Renaturierung der Bäche

Willersdorf nun vor Hochwasser geschützt

Rückhalt: Ortsvorsteher Willi Hildebrandt zeigt, wo im Falle eines Hochwassers die Massen aufgehalten werden.

Willersdorf. Die Arbeiten zum Hochwasserschutz in Willersdorf sind abgeschlossen. Es liegt zwar nicht an einem reißenden Fluss. Dass aber auch an Bächen bei Starkregen beachtliche Wassermassen übertreten können, haben die 600 Bewohner des Ortes mehrfach zu spüren bekommen.

„Der Ortsvorsteher ist auch schon oft untergegangen“, scherzte Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß am Kalten Wasser. „Die Situation war nicht mehr haltbar“, sagte Staatssekretär Mark Weinmeister.

In Zukunft wird das Wasser zurückgehalten – unter anderem von einem Damm am Kalten Wasser. Auch das Wasser vom Ahlborn wird abgefangen und soll kontrollierter durch den Ort fließen.

Seit November 2011 wurden Maßnahmen im Ort zur Sicherung des Schutzes bei Hochwasser umgesetzt.

In den ersten beiden Bauabschnitten waren in die Willersdorfer Brücken bereits größere Wasserrohe als Durchlässe eingebaut worden. Und auch Retentionsräume, also Flächen, an denen sich bei Hochwasser das Wasser ausbreiten und ansammeln kann, und kleine Verwallungen wurden geschaffen.

5900 Kubikmeter Wasser

Da aber nicht genug Schutz durch den Ausbau der Brücken geboten wurde, entstanden jetzt – im dritten und letzten Bauabschnitt – Rückhaltebecken.

„Die Berechnungen richteten sich nach dem Jahrhunderthochwasser 2008“, erklärte Heß. Bis zu 5900 Kubikmeter Wasser können jetzt im Falle eines Hochwassers zurückgehalten werden.

80 Prozent der Kosten für den neuen Hochwasserschutz wurden vom Land übernommen. Es wurde gleichzeitig auch die Renaturierung des Baches vorgenommen. „Es handelt sich also um ökologisch sinnvolle Veränderung“, erklärte Weinmeister.

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Von Nora Sonnabend

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