Vögel entlang der Eder

Winterzählung: 180 Kernbeißer zwischen Viermünden und Ederbringhausen

180 Kernbeißer wurden zwischen Viermünden und Eder-bringhausen gezählt – so viele, wie nirgendwo sonst im Landkreis.
+
180 Kernbeißer wurden zwischen Viermünden und Eder-bringhausen gezählt – so viele, wie nirgendwo sonst im Landkreis.

Bei annähernd frühlingshaftem Wetter haben am 2. Januar über 50 Beobachter Vögel entlang der Eder gezählt – und zwar von der Landesgrenze bei Beddelhausen bis hin zur Edermündung in die Fulda bei Grifte/Edermünde.

Waldeck-Frankenberg - Es war die erste von zwei winterlichen Zählungen dieses Jahres, also die 26.1. Edervogelzählung nach dem Jubiläum mit 25 Jahren im letzten Winter. Die Zählung stand unter Federführung der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON). Sie wurde von Mitgliedern und Freunden des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) durchgeführt.

Mit Elan beobachteten erneut zahlreiche Ornithologen und Vogelfreunde die Vögel entlang der Eder. Im Kreis Waldeck-Frankenberg waren es allein 36 Teilnehmer, die sich für eine Fortführung dieser Aktion zur wissenschaftlichen Ermittlung des winterlichen Vogelbestandes an der hessischen Eder und für dessen Entwicklung entschieden hatten. Bei einer Temperatur von nahezu plus 10 Grad Celsius und damit schneefreier Landschaft trugen die Teilnehmer sehr interessante Beobachtungen zusammen.

Zweite Zählung am 6. Februar

Die zweite Edervogelzählung wurde für Sonntag, 6. Februar, ab etwa 9 Uhr terminiert. Aus den bereits vorliegenden Beobachtungsdaten geht erneut hervor, dass die untere Eder unterhalb der Talsperre das Gebiet für zum Teil seltene Entenarten ist. So wurden dort 75 Pfeifenten gezählt, während es an der oberen Eder lediglich zwei waren, also 2 (obere Eder) und 75 (untere Eder).

Schnatterenten waren es 0/91, Reiherenten 0/438 und Schellenten 0/30. Stockenten dagegen waren auch an der oberen Eder bis Herzhausen gut vertreten (449/357). Dabei wurden auf dem Edersee bis Asel-Süd zusätzlich 625 Stockenten gezählt, also insgesamt 1431 Stockenten an der Eder im Kreis. Diese Zahl spricht für einen Überwinterungsschwerpunkt.

Wasseramseln und Eisvögel

Ausschließlich an der oberen Eder wurden 14 Wasseramseln gesichtet und der Eisvogel wurde mit 6/4 gezählt. Höckerschwäne kamen vor mit 35/180 und 27 auf dem Edersee bis Asel-Süd. Singschwäne, die früher regelmäßig bei Herzhausen überwinterten, fallen seit einigen Jahren aus. Erwähnenswert ist noch eine Beobachtung von 23 Bekassinen (Schnepfenvögeln) in der Ederaue bei Rennertehausen.

Diese und viele weiter Ergebnisse der aktuellen Zählung sollen in den „Vogelkundlichen Heften Edertal” Nr. 48/2022 veröffentlicht werden.

Wimbauer löst Kalden ab

Die Gesamtleitung der Auswertung für den Kreis Waldeck-Frankenberg hatte erneut Wolfgang Lübcke (Edertal-Giflitz), nun zusammen mit Michael Wimbauer (Löhlbach). Gerhard Kalden, der bisher die Auswertung für die obere Eder bisher übernommen hatte, gab diese Aufgabe aus Altersgründen an Michael Wimbauer ab.  zqa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.