Trachtengruppen aus Deutschland und Polen präsentieren sich in Frankenberg

„Wir wollen Europa leben“

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Tanzgruppen sind zu Gast: Bei der Mini-Europeade in der Frankenberger Fußgängerzone werden sich auch die Folkloretänzer aus dem mittelhessischen Linsengericht mit ihren Volkstänzen präsentieren.

Historische Trachten, flotte Volkstänze und schöne Musik: Die Frankenberger Fußgängerzone steht an den beiden „Brückentagen“ Freitag und Samstag, 16. und 17. Juni, ganz im Zeichen von Europa.

Bei einer „Mini-Europeade“ werden etliche Folkloregruppen aus Deutschland und Polen ihre Kultur und ihre Gruppen-Performances präsentieren. Dabei soll die heimische Bevölkerung auch schon einen Vorgeschmack auf die große Europeade in gut zwei Jahren in der Illerstadt bekommen.

Folklorefestival 2019

Frankenberg ist 2019 Ausrichter des größten Folklorefestivals in Europa. Dazu werden in zwei Jahren vom 17. bis 21. Juli mehr als 5000 Teilnehmer aus ganz Europa erwartet – von Italien und Spanien im Süden bis Finnland und Norwegen im Norden. „An den beiden Brückentagen werden wir jede Menge Europa-Flair in der Stadt haben“, sagt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß. Er ist auch der Präsident des Deutschen Europeade-Komitees und einer der großen Antreiber des europäischen Gedankens.

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Extra Blatt Frankenberg

„Wir wollen Europa leben“, sagt Heß. Der Frankenberger Bürgermeister wird die Mini-Europeade am Freitagmittag um 13 Uhr in der Fußgängerzone zusammen mit Armand de Winter (Belgien), dem Präsidenten des Internationalen Europeadekomitees, in unmittelbarer Nähe des Iller- und Mones-Platzes offiziell eröffnen. Anschließend gibt es bis 17 Uhr sowie am Samstag von 11 bis 17 Uhr das Fest der Folklore. Jeder Auftritt einer Tanzgruppe dauert etwa 25 Minuten. Dabei wird es in der Fußgängerzone freundlich, facettenreich und farbenprächtig zugehen, es wird ein Stelldichein von Tradition und Tanz geben. Das Publikum wird an den Auftritten der Folkloregruppen und der geballten Trachtenpracht seine Freude haben. Die Europeade gilt jedes Jahr auch als ein Fest für den Frieden, die Mini-Europeade ist ein Vorbote für dieses große und gerade in diesen Tagen so wichtige Ziel.

Völkerverständigung

„Die Trachten tragen zur Völkerverständigung bei“, sagt Frankenbergs Bürgermeister. Die Trachten, die an den beiden Brückentagen auch in Frankenberg präsentiert werden, sind echte Schmuckstücke: Viele Details an den Kleidungsstücken, der Kopfschmuck und die Stickereien werden auch heute noch nach Originalvorlagen angefertigt. Die Trachten sind auch ein Statussymbol – sie haben oft eine jahrhundertealte Tradition und werden von Generation zu Generation weiter vererbt.

Die Schmuckelemente und die Grundschnitte sind häufig schon im Mittelalter entstanden. Früher dienten sie dazu, den sozialen Stand, den Beruf oder die regionale Herkunft seines Trägers zu repräsentieren – und auch seinen Reichtum. Auch Delegationen der Frankenberger Partnerstädte Brou (Frankreich), Bytow (Polen), Frankenberg (Sachsen), Manningtree (England) und Seekirchen (Österreich) werden Gast der Mini-Europeade sein. Die Mini-Europeade findet gleichzeitig mit dem 50-jährigen Bestehen der Frankenberger Partnerschaftsvereinigung statt.

150 Tänzer und Musiker

Neben rund 150 Tänzerinnen, Tänzern und Musikern aus dem In- und Ausland werden bei der Mini-Europeade auch die lokalen Landjugendgruppen aus Basdorf, Geismar, Haubern, Laisa und Rosenthal auftreten – Folkoristisches wird sich dabei mit modernen Elementen vermischen, volkstümliche Melodien mit klassischen Stücken. Neben den heimischen Gruppen tanzen auch der Folklorekreis Gütersloh, die Kaszubsi Zesòk i Tanca Bytowaus Polen, die Folkloregruppe Linsengericht sowie die Volkstanz- und Trachtengruppe Röcke in original Bückeburger Tracht.

Frankenbergs Bürgermeister Heß: „Schon bei der Mini-Europeade soll durch die Folklore und die authentische Volksverbundenheit die kulturelle Vielfalt Europas demonstriert werden.“ (mjx)

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