Lage ist stabil 

Wirtschaft in Waldeck-Frankenberg erwartet solides Wachstum

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urn:newsml:dpa.com:20090101:140819-90-009583

Waldeck-Frankenberg. Zuversichtlich blicken die Unternehmen in Waldeck-Frankenberg auf das Jahr 2016. Die konjunkturelle Lage sei stabil, sagt IHK-Geschäftsführer Thomas Rudolff.

Waldeck-Frankenberg. Die Unternehmen in Waldeck-Frankenberg schauen zuversichtlich auf das Jahr 2016: Es gehe nicht exorbitant, aber weiter solide aufwärts, sagt Geschäftsführer und Kommunikationschef Thomas Rudolff von der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Kassel: „Die konjunkturelle Lage in Nordhessen ist stabil.“

Die Auftragslage in der Industrie flache zwar etwas ab - eine Folge des Russland-Embargos und der schwächeren Konjunktur in China. Stark zeige sich aber der Handel. „Im Moment noch“, sagt Rudolff. Das niedrige Zinsniveau sorge dafür, dass die Menschen ihr Geld lieber ausgeben, anstatt es auf die Bank zu bringen. Grundsätzlich stehe der stationäre Handel stark unter Druck durch die Konkurrenz aus dem Internet. Hier sei es Aufgabe von Handel und Kommunen, die Innenstädte attraktiver zu machen und die Verbraucher zu sensibilisieren.

„Sehr zufrieden“ waren die rund 2000 in der Kreishandwerkerschaft organisierten Handwerksbetriebe mit dem Jahr 2015. „Die Auftragsbücher waren voll“, sagt Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl. Rund 90 Prozent der Handwerker erwarten laut Brühl, dass die Geschäfte auf stabilem Niveau weitergehen oder wachsen. Durch die „ausgezeichnete Konsumstimmung“ sowie eine hohe Nachfrage nach Wohnraum und Sanierung erwarte das Handwerk ein Umsatzwachstum von fast zwei Prozent. Brühl: „Trotzdem würde ich gern den einen oder anderen Kran mehr sehen. Es fehlen Großprojekte im Landkreis.“

Fortsetzen werde sich der Fachkräftemangel. Schon heute gelinge es kaum, ausreichend Fachkräfte zu finden - geschweige denn Auszubildende in Mangelberufen. Auch die schnelle Integration von Flüchtlingen werde nach Brühls Ansicht „kurzfristig an dieser Situation nichts ändern“.

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