Wirtschaftliche Schwierigkeiten

Uni-Standort Marburg: 44 Mitarbeiter sollen gehen

Das Marburger Uniklinikum: In den ersten neun Monaten wurde ein Minus von 1,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Nun drohen personelle Konsequenzen. Foto: Coordes

Marburg. Am Marburger Universitätsklinikum werden Stellen abgebaut: 44 Mitarbeiter sollen im kommenden Jahr gehen, davon etwa 20 im Pflegedienst.

Kündigungen seien aber nicht geplant, betont der kaufmännische Geschäftsführer Gunther Weiß. Der Personalabbau solle durch natürliche Fluktuation erreicht werden.

Hauptgrund für den Sparplan ist die schwierige finanzielle Situation des privatisierten mittelhessischen Uni-Klinikums. Nach Medienberichten verzeichnete die Klinik am Standort Marburg im Zeitraum von Januar bis September ein Minus von 1,9 Millionen Euro. Gleichzeitig soll der Standort Gießen ein Plus von fünf Millionen Euro erwirtschaftet haben.

Bei der Privatisierung der mittelhessischen Uni-Kliniken schrieb das Marburger Großkrankenhaus schwarze Zahlen, während Gießen bis zu zehn Millionen Euro Minus jährlich machte.

Die Geschäftsleitung erklärt sich das aktuelle Ergebnis mit der chronischen Unterfinanzierung der deutschen Uni-Krankenhäuser – nur noch fünf der 34 Universitätsklinika schreiben schwarze Zahlen. Zudem werden in Marburg Patienten mit durchschnittlich weniger schweren Erkrankungen behandelt.

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Von Gesa Coordes

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