Zwischen Volkmarsen und Welda

Wirtschaftsweg  für Radler und Trecker ausbauen

Radweg Volkmarsen Welda
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Vor 32 Jahren ausschließlich als Wirtschaftsweg ausgebaut: Die nun auch als Radweg genutzte Verbindung zwischen Volkmarsen und Welda soll neu gebaut werden.

Volkmarsen. Ein zwei Kilometer langes Teilstück des kombinierten Wirtschafts- und Radwegs zwischen Volkmarsen und Welda soll im kommenden Jahr neu gebaut und sicherer an die Landesstraße 3075 angebunden werden.

Zusammen mit Hessen Mobil und der Flurbereinigungsbehörde, dem Amt für Bodenmanagement, soll das Projekt realisiert werden, wie Dipl.-Ing. Boris Perplies vom Ingenieurbüro Gröticke in der Bürgerversammlung berichtete. Der über 30 Jahre alte Wirtschaftsweg weist starke Schäden auf und ist mit drei Metern so schmal, dass es zu Konflikten zwischen immer größer werdenden Traktorgespannen und Radtouristen kommt.

Völlig neu aufbauen

Der Weg soll vollkommen neu und vor allem tragfähig für größere und schwerer Fahrzeuge aufgebaut und 3,50 Meter breit werden, zusätzlich sind jeweils einen Meter breite Seitenstreifen vorgesehen.

Die Kosten sind noch nicht ermittelt, so Perplies. Die Stadt müsste das Projekt vorfinanzieren, wie Bürgermeister Hartmut Linnekugel berichtete. Für die geplante Bauzeit von Mai bis Oktober 2019 würde eine provisorische Alternativroute ausgewiesen.

Vor 32 Jahren angelegt

Da die Trasse in Teilen verändert wird, müssen neue Flächen bereitgestellt werden. Dafür ist ein Flurbereinigungsverfahren geplant. Im gleichen Zuge soll die Wasserrahmenrichtlinie der EU im Bereich der nahe gelegenen Twisteaue umgesetzt werden. Dafür würde ebenfalls ein Flurbereinigungsverfahren fällig. Mit beteiligt sind die Jagdgenossenschaft und die Wiesengenossenschaft. Schließlich werden Flächen für den naturschutzrechtlichen Ausgleich benötigt. 

Bei dem Bau des Wegs vor 32 Jahren sollten deswegen Eichen unmittelbar am Weg gepflanzt werden, sagte der Rathauschef. Dann wurden es Ulmen, von denen inzwischen viele gefällt werden mussten. Mit den Wurzeln haben die Bäume den Weg geschädigt.

"Rennstrecke" vermeiden

Das Land wolle sich von dem Weg trennen, sagte Linnekugel, und dränge auf den baldigen Ausbau.

Kritisch sehen den Neubau die beiden Stadtverordneten Jochen Siebert und Arno Walprecht (ULV) . Ausweichflächen müssten nach Einschätzung von Siebert reichen. Zudem stellte er die Frage nach einem Tempolimit. „Man muss verdammt aufpassen, dass das keine Rennstrecke wird, die Biester fahren ganz schön schnell“, sagt Walprecht über die neuen Schlepper.

Gegen den Begriff „Biester“ verwahrte sich Erster Stadtrat Thomas Viesehon (CDU), auf den Schleppern säßen schließlich Landwirte. Und der Weg sei nun mal für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Radfahrer ausgewiesen. Landwirte und Jagdgenossen würden sich zudem an dem Projekt beteiligen, sagte er. (ah)

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