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Wissen, was die Wirtschaft will: Neue Strategie für Wirtschaftsförderung in Waldeck-Frankenberg entwickelt

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Von: Lutz Benseler

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Arbeiten an der Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung: (von links) Jonatan Freund (Network Waldeck-Frankenberg), Wirtschaftsförderin Barbara Eckes und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese.
Arbeiten an der Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung: (von links) Jonatan Freund (Network Waldeck-Frankenberg), Wirtschaftsförderin Barbara Eckes und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. © Lutz Benseler

Die Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg richtet sich strategisch neu aus. Dafür haben Wirtschaftsförderin Barbara Eckes und ihr Team genau hingehört, was die Unternehmen und Kommunen im Landkreis brauchen.

Waldeck-Frankenberg - Der Durchblick im Förderwald steht auf der Wunschliste der heimischen Wirtschaft ganz oben: In einem mehrstufigen Prozess – moderiert von Network Waldeck-Frankenberg – haben Wirtschaftsförderung und Landkreis Waldeck-Frankenberg im vergangenen Jahr an der neuen Strategie gearbeitet und dabei Gruppen wie die Vereinigung der Wirtschaft Waldeck-Frankenberg, die Kreishandwerkerschaft, die Tourismus-Verbände oder die Bürgermeister eingebunden.

Herausgekommen ist ein Leitbild mit fünf Zielen und eine Liste mit künftigen Service-Schwerpunkten, die Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese als zuständiger Dezernent gemeinsam mit Barbara Eckes und Jonatan Freund von Network Waldeck-Frankenberg vorstellte. „Wir wollen der Wirtschaftsförderung wieder ein Gesicht geben und Aufgaben genauer zuordnen“, so Frese. Jonatan Freund: „Das sollte nicht im stillen Kämmerlein passieren, wir wollten die regionale Wirtschaft abholen und in den Prozess einbinden.“

Barbara Eckes erklärt: „Wir haben herausgefunden, was die wichtigen Themen sind, bei denen wir die Wirtschaft unterstützen können.“ In einer Prioritätenliste sind die wichtigsten Bedarfe ihrer Zielgruppe aufgelistet. Darauf stehen Themen wie Fachkräfte, Standortaufbau, Erweiterung und Modernisierung. Hilfe bei Unternehmensnachfolge und Existenzgründungen sind weitere Punkte, die die Unternehmer der Wirtschaftsförderung auf die Agenda geschrieben haben.

Daraus leitet die Wirtschaftsförderung konkrete Serviceschwerpunkte ab, etwa die Lotsenfunktion für die Förderlandschaft, die Fachkräftegewinnung und Sicherung für die Waldeck-Frankenberger Unternehmen, das Infocenter für Erweiterung und Ansiedlung und die Unterstützung bei Genehmigungsverfahren. Das alles macht die Wirtschaftsförderung nicht alleine, sie holt sich Partner aus ihrem Netzwerk. „Wir bieten beispielsweise Sprechtage für Existenzgründer zusammen mit der WI-Bank an, um Fördermöglichkeiten auszuloten“, sagt Eckes.

Die Vernetzung mit überregionalen Institutionen und Organisationen ist ein weiterer Punkt, der sicherstellen soll, dass Impulse von außen in den Landkreis gegeben werden. „Deshalb haben wir auch das Regionalmanagement Nordhessen mit ins Boot geholt“, sagt Eckes. Die Unternehmen und Kommunen sollen weiter an der Entwicklung von strategischen und wirtschaftspolitischen Themen beteiligt werden.

Das Aufgabenportfolio soll nun nach und nach umgesetzt werden, Gespräche mit den Gesellschaftern der Wirtschaftsförderung stünden nun an, sagte Frese.

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