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Weihnachts-Rudelsingen in Herzhausen mit heiligem Beistand

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Von: Jonas Bremmer

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In Herzhausen fand das Rudelsingen gemeinsam mit dem Nikolaus und seinem Knecht Ruprecht statt.
In Herzhausen fand das Rudelsingen gemeinsam mit dem Nikolaus und seinem Knecht Ruprecht statt. © Verlag

Die WLZ-Wintertour besucht Weihnachtsmärkte und vorweihnachtliche Aktionen im Waldecker Land. Beim Rudelsingen können sich die Besucher dort beweisen.

Es weihnachtet sehr im Waldecker Land: Jetzt in der Vorweihnachtszeit stellt sich vielerorts die Vorfreude auf das schönste Fest des Jahres ein. Die Orte sind festlich geschmückt mit Tannengrün und Lichterglanz, es duftet herrlich nach Glühwein, Lebkuchen und vielen anderen Leckereien und die Menschen rücken näher zusammen in einer Zeit, in der der Begriff Gemeinschaft so vieles mehr ist, als nur eine Floskel. Gut, dass die vielen kleinen und großen Weihnachtsmärkte, Adventstreffen und Baumverkäufe wieder uneingeschränkt stattfinden können.

Was sie alles zu bieten haben, wollen Patrick Böttcher und Verena Niemann herausfinden auf ihrer ersten WLZ-Wintertour. An zehn Stationen sorgen sie für Spannung, Spaß und weihnachtliche Klänge. Dafür haben sie nicht nur ein tolles Gewinnspiel dabei, sondern auch eine große Auswahl an Weihnachtsliedern, die als Rudelsingen vor Ort zum Besten gegeben werden. Unterstützt wird die WLZ-Wintertour durch die Waldecker Bank.

Nikolaus wird sehnsüchtig erwartet

Die Aufregung bei unserem WLZ-Team war bereits vor der Abfahrt nach Herzhausen merklich größer als bei anderen Stationen der Wintertour. Zurecht, denn im Vöhler Ortsteil würden sie gleich den Nikolaus mit seinem Gehilfen, Knecht Ruprecht, treffen. War das Team um Patrick Böttcher und Verena Niemann in diesem Jahr auch artig oder musste es gar die Rute befürchten?

Die Herzhäuser Kinder freuten sich über allerhand Geschenke und pralle Nikolaus-Strümpfe.
Die Herzhäuser Kinder freuten sich über allerhand Geschenke und pralle Nikolaus-Strümpfe. © Verlag

In Herzhausen angekommen wurde das WLZ-Wintertourteam herzlich am Dorfgemeinschaftshaus empfangen. In der Luft lag der herrliche Duft von Glühwein und Bratwurst. Rund um den festlich geschmückten Weihnachtsbaum führten die Erwachsenen gute Gespräche, die Kinder spekulierten, was der Nikolaus wohl für Sie in seinem Sack dabei haben könnte. Hier war keine Spur von Anspannung zu spüren. Warum auch, immerhin hatten sich die Herzhäuser nichts vorzuwerfen und waren das ganze Jahr über artig. Sie konnten sich bis zur Ankunft des Bärtigen und seines Gehilfen am WLZ-Wintermobil die Zeit vertreiben am Glücksrad und sich bei der Verlosung die Chance auf viele schöne Gewinne sichern.

Mit einem kräftigen „Ho, Ho, Ho“ kündigte sich dann endlich der Nikolaus an. Er und Knecht Ruprecht reisten mit vollbepacktem Schlitten über die Hauptstraße an. Auf dem Dorfplatz bekamen die Herzhäuser Kinder Geschenke, Nikolausstrümpfe und weitere Überraschungen. Doch nicht nur sie wurden aufgerufen, sondern auch Patrick Böttcher und Verena Niemann. Nun sollte sich zeigen, ob sie in diesem Jahr auch brav waren. „Au weia, jetzt gibt´s was mit der Rute“, hatte Patrick Böttcher schon so eine Vorahnung. Doch Verena Niemann konnte dies noch einmal verhindern, indem Sie das Gedicht „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt“ aufsagte. Das war ja noch einmal gut gegangen.

Auch Verena Niemann musste beim Nikolaus ein Gedicht aufsagen.
Auch Verena Niemann musste beim Nikolaus ein Gedicht aufsagen und erhielt dafür ein Geschenk. © Verlag

Als schließlich der Sack leer war und alle Kinder beschenkt waren, blieben der Nikolaus und Knecht Ruprecht noch, um mit den Herzhäusern zusammen ihre Aufgabe beim Weihnachts-Rudelsingen einzulösen. Denn auch das WLZ-Team hatte eine Überraschung in Form einer Spende in Höhe von 300 Euro von der Waldecker Bank dabei. Dafür mussten sich nur 20 Personen finden, die gemeinsam zwei Lieder singen. Fast alle Anwesenden stimmten gemeinsam in das Lied „Lasst uns froh und munter sein“ ein. Das freute den Nikolaus natürlich ganz besonders. Anschließend stimmten die Sängerinnen und Sänger „Oh du Fröhliche“ an, wurden dabei jedoch jäh unterbrochen vom Glockengeläut. Kurzerhand schwenkte der Nikolaus-Chor auf „Süßer die Glocken nie klingen“ um und bewies nicht nur gute Laune und Spontanität, sondern auch ein tolles Gemeinschaftsgefühl.

Das war auch ganz im Sinne des Kultur- und Heimatvereins Herzhausen, der den Besuch des Nikolauses organisiert hatte. Der Verein und seine rund 60 Mitglieder engagieren sich seit 2006 im Ort und bringen die Einwohner bei verschiedenen Aktionen wie Nikolausfeier, Dorffrühstück, Dorfflohmarkt, Jahreskalender und Theaterabenden zusammen. Zudem setzen sich die Mitglieder für die Verschönerung Herzhausens ein mit Säuberungs- und Pflegearbeiten, Weihnachts- und Osterschmuck, der Gestaltung des Dorfplatzes, aber auch Investitionen an Spielplatz, Friedhof und Uferpromenade.

Letzte Station der WLZ-Wintertour

Samstag, 17. Dezember 2022, 15 bis 17 Uhr: Weihnachtsmarkt Lelbach

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