Wohnhausbrand in Dodenau - Sechs Bewohner erlitten Rauchgasvergiftung

Die Rückseite des Hauses: Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten besichtigen den Schaden, den das Feuer im Keller und im Erdgeschoss des Wohnhauses angerichtet hat. Foto: Hoffmeister

Dodenau. Ein Großbrand hat in der Nacht zu Dienstag ein Wohnhaus in der Forststraße des Battenberger Stadtteiles Dodenau weitgehend zerstört. Sechs Menschen erlitten zum Teil schwere Rauchgasvergiftungen.

Die Bewohner – vier Erwachsene und zwei Kinder im Grundschulalter – konnten sich zwar vor den Flammen ins Freie retten, wurden jedoch mit zum Teil schweren Rauchvergiftungen in die Marburger Uniklinik sowie in das Frankenberger Kreiskrankenhaus eingeliefert.

Der 54-jährige Familienvater erlitt zudem Brandverletzungen an den Händen, teilte die Polizei mit. Er werde intensivmedizinisch versorgt, Lebensgefahr bestehe jedoch nicht. Das Haus ist vorerst unbewohnbar.

Wohnhausbrand in Dodenau

Wohnhausbrand in Dodenau © HNA/Hoffmeister
Wohnhausbrand in Dodenau © HNA/Hoffmeister
Wohnhausbrand in Dodenau © HNA/Hoffmeister
Wohnhausbrand in Dodenau © HNA/Hoffmeister
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Wohnhausbrand in Dodenau © Hessennews.TV
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Kurz nach 2 Uhr in der Nacht schreckten heulende Sirenen die Dodenauer aus dem Schlaf. I Zu diesem Zeitpunkt stand der Wohnbereich der Kellergeschosswohnung bereits in Flammen. Dort schliefen neben den 54 und 39-jährigen Eltern auch deren 10 und 11-jährigen Kinder. Im Dachgeschoss des Hauses wohnen die 81 und 79 Jahre alten Großeltern.

Das Feuer war offenbar im Keller eines Wohnhauses in der Forststraße ausgebrochen. „Vermutlich durch einen technischen Defekt, möglicherweise durch einen Fernseher“, sagte der Dodenauer Wehrführer Hartmut Specht der HNA an der Unglücksstelle.

Specht übernahm die Einsatzleitung und sorgte umgehend dafür, dass großflächig nachalarmiert wurde. Über 80 Feuerwehrleute aus Dodenau, Battenberg, Frohnhausen, Frankenberg und Reddighausen eilten zum Einsatz. Auch Stadtbrandinspektor Günter Hallenberger und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Horst Benner-Hensel waren vor Ort. „Als wir eintrafen, befanden sich bereits alle Bewohner außerhalb des Gebäudes“, sagte Wehrführer Hartmut Specht.

Mehrere Trupps drangen unter schwerem Atemschutz in den Keller des Wohnhauses vor und löschten zahlreiche Brandnester. Der Keller wurde mit einem Hochdrucklüfter belüftet. „Das Kellergeschoss brannte schließlich in voller Ausdehnung“, berichtete Hartmut Specht. „Wir konnten den Überschlag der Flammen ins Erdgeschoss nicht verhindern.“Dort brannte das Wohnzimmer der Familie ebenfalls aus.

Von mehreren Seiten – auch von oben mit der Frankenberger Drehleiter – rückten die Feuerwehrleute den Flammen mit vereinten Kräften zu Leibe. „Acht Trupps waren unter Atemschutz im Einsatz“, berichtete Stadtbrandinspektor Günter Hallenberger. Gegen 3.30 Uhr war das Feuer aus.

Drei Notärzte und die Besatzungen von sieben Rettungswagen kümmerten sich um die verletzten Bewohner. Auch die Polizei war vor Ort. Sie bilanzierte: „Dank des professionellen und schnellen Eingreifens der zahlreichen Feuerwehrleute, konnte ein Ausbreiten des Feuers auf das gesamte Haus verhindert werden.“

Die Höhe des Sachschadens stand am Dienstagmorgen noch nicht fest. Brandsachverständige der Kriminalpolizei werden im Laufe des Tages die Unglücksstelle untersuchen, um die Ursache für das verheerende Feuer zu klären. (off)

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