Insolvenzverwalter aus Kassel wird am Freitag zur Betriebsversammlung erwartet

Wrexer Spedition Varlemann meldet Insolvenz an

Blick auf ein Gebäude und mehrere Fahrzeuge der Wrexer Spedition Varlemann.
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Die Wrexer Spedition Varlemann mit 55 Mitarbeitern,45 Zugmaschinen und rund 80 Aufliegern musste Insolvenz anmelden.  

Die Spedition Varlemann hat beim Amtsgericht Korbach Insolvenz angemeldet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter hat das Gericht den Kasseler Rechtsanwalt Dr. Mario Nawroth von der Kanzlei Römermann eingesetzt.

Diemelstadt-Wrexen - Im Gespräch mit der WLZ erklärte Dr. Nawroth, dass der Geschäftsbetrieb „derzeit uneingeschränkt fortgeführt“ werde. Die Gehälter der 55 Mitarbeiter seien durch das Insolvenzgeld bis Ende Mai gesichert. Die Februargehälter seien normal bezahlt worden, es gebe keine Rückstände.

Das Amtsgericht habe ihn am Dienstag als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. Sobald er eine bessere Übersicht über den Stand der Dinge habe, wolle er Möglichkeiten einer geregelten Nachfolge eruieren. Zum Unternehmen gehören die beide Standorte in an der Diemel in Wrexen und an der Autobahnauffahrt am Wrexer Teich. Unter den typischen Varlemann-Farben Blau-Orange fahren 45 Zugmaschinen und 80 Auflieger.

Was sind die Gründe für die Insolvenz?

Für den heutigen Freitag ist eine Betriebsversammlung mit Insolvenzverwalter angesetzt. Bei dieser Gelegenheit wird wahrscheinlich auch der Fahrplan für die kommenden Monate besprochen. Mit-Geschäftsführer Dirk Varlemann wollte sich gestern noch nicht zu den Gründen für die Insolvenz äußeren. Alles sei noch zu frisch.

Tatsache ist aber, dass die Frachtpreise im Speditionsgewerbe seit Jahren massiv unter Druck stehen. Dazu trägt nicht zuletzt die große Billig-Konkurrenz aus Osteuropa bei. Durch die Corona-Krise sind zudem in manchen Branchen Frachtaufträge weggefallen.  (Elmar Schulten)

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