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Zahl der Arbeitslosen in Waldeck-Frankenberg geht zurück

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Der Arbeitsmarkt in Waldeck-Frankenberg steht besser dar als im Vormonat, aber schlechter als vor einem Jahr.
Der Arbeitsmarkt in Waldeck-Frankenberg steht besser dar als im Vormonat, aber schlechter als vor einem Jahr. © WLZ

Nach drei Monaten steigender Arbeitslosenzahlen gab es im September Fortschritte. Der Arbeitsmarkt sei derweil im Umbruch und schaffe neue Herausforderungen.

Waldeck-Frankenberg – Nachdem die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Korbach drei Monate in Folge angestiegen ist, ging sie im September wieder zurück: 3556 Arbeitslose waren im September im Kreis Waldeck-Frankenberg gemeldet. Das sind 116 Personen weniger als im August, also minus 3,2 Prozent. Allerdings sind es auch 726 Arbeitslose mehr als im Vorjahr, ein Anstieg um 25,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote sinkt leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 3,2 Prozent gelegen.

Der Arbeitsmarkt sei nach wie vor aufnahmefähig, bilanziert Uwe Kemper, Leiter der Korbacher Agentur, mit Blick auf den gesamten Agenturbezirk, der auf den Schwalm-Eder-Kreis umfasst. Die Arbeitslosenzahl sei gesunken, die Abgänge in Erwerbstätigkeit lägen über denen der Zugänge aus Erwerbstätigkeit.

Bei den Jüngeren gebe es saisonüblich einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Zuvor war sie in dieser Gruppe wegen des Endes von Schul- und Ausbildungszeit häufiger geworden.

Bei den Jobcentern sei wie in den Vormonaten eine untypische Entwicklung für den September festzustellen. Dort habe die Arbeitslosigkeit geringfügig zugenommen, was auf die verstärkte Betreuung ukrainischer Staatsangehöriger zurückzuführen sei. Ansonsten wäre die Arbeitslosigkeit auch im Bereich der Jobcenter rückläufig.

Weniger offene Stellen in Waldeck-Frankenberg

Der Bestand der offenen Stellen im Landkreis sinkt um 110 auf 1426. Im Jahresvergleich bedeutet das einen Rückgang um 718 Stellen. Im ganzen Bezirk kommen weniger Stellen hinzu, erklärt Kemper: „521 offene Stellen wurden uns im September gemeldet, das sind 205 weniger als vor einem Jahr. Möglicherweise zeigen sich hier die Auswirkungen der Summe der globalen Krisen.“ Von Juni 2021 bis Juli 2022 war der Bestand stabil, seitdem fällt er Monat für Monat.

Insgesamt befindet sich laut Kemper der Arbeitsmarkt im Umbruch und müsse sich auf vielfältige Herausforderungen einstellen – beispielsweise die demographische Entwicklung und einen deutlich niedrigeren Umsatz von Kohlenstoff. „Das geschieht dadurch, dass das Qualifikationslevel in vielen Bereich steigt, wir brauchen definitiv mehr Qualifizierung. Gleichzeitig wird es zunehmend schwieriger, mögliche Teilnehmer für Qualifizierungen zu begeistern.“

Uwe Kemper appelliert deshalb an Arbeitnehmer, ihre aktuelle Qualifikation zu überprüfen und kritisch zu hinterfragen, ob sie den kommenden Anforderungen noch genüge. Die Agentur für Arbeit unterstütze dabei, zum Beispiel mit der „Berufsberatung im Erwerbsleben“ und Förderung im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes.  (red)

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