Zusätzliches Arbeitspensum für Einsatzkräfte

Zahl der Schwertransporte durch Kreis Waldeck-Frankenberg verdoppelt

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Die Zahl der Schwertransporte, die bei ihrer Fahrt den Landkreis queren, hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt.

Waldeck-Frankenberg. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Einsätze, bei der die Polizei Schwertransporte auf ihrem Weg durch den Landkreis begleiten musste, 2016 von 81 auf 162 verdoppelt.

Das teilte die Polizei bei der Vorstellung der diesjährigen Kriminalstatistik mit.  Bei circa 95 Prozent der Schwertransporte handelt es sich um Zulieferer von Teilen für Windkraftanlagen, bestätigt Polizeipressesprecher Volker König auf Anfrage unserer Zeitung. Mittlerweile sind beim RP Kassel 138 in Betrieb genommene Windkraftanlagen für den Landkreis Waldeck-Frankenberg gelistet. Für eine Windkraftanlage sind bis zu 80 Transporte notwendig. Zwar sind nicht alle davon Schwertransporte, trotzdem ächzen die Einsatzkräfte unter der zusätzlichen Belastung. 

„Trotz der Verdoppelung der Transporte hat es bei der Polizei Waldeck-Frankenberg keinen Stellenzuwachs gegeben. Für die Kollegen der betroffenen Polizeistationen bedeutet das eine Mehrbelastung“, sagt König.

Die äußert sich im Warnen entgegenkommender Verkehrsteilnehmer, der Verhinderung von Überholvorgängen bei Überlänge oder -breite der Transporte sowie gegebenenfalls der Sperrung von Kreuzungen. Pro Schwertransport sind mindestens zwei Streifenwagen zur Absicherung im Einsatz. Die hessische SPD forderte jüngst, Pilotprojekte nach dem Vorbild von Niedersachsen anzugehen: Dort hat die Polizei Sicherheitswächter für Schwertransporte ausgebildet. 

Wachpolizisten übernehmen Aufgaben

Im Kreis Kassel bediente sich die Polizei einer Notlösung: Auch hier stieg die Zahl der Schwertransporte an, weshalb Wachpolizisten als Begleitpersonen eingesetzt wurden. Dies ist auch in Waldeck-Frankenberg der Fall. König: „Die Wachpolizisten sind mit Verkehrsaufgaben betraut. Da die Transporte jedoch meist zur Nachtzeit stattfinden, können die Wachpolizisten aufgrund ihrer Arbeitsverträge nur bedingt eingesetzt werden.“ 

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