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Volkszählung startet am 15. Mai: Landkreis sucht noch Interviewer

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Von: Philipp Daum

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Volkszählung: Beim Zensus 2022, der am 15 Mai beginnt, werden auch Menschen in Waldeck-Frankenberg befragt. Der Landkreis sucht noch Personen, die für eine Vergütung Interviews durchführen.
Volkszählung: Beim Zensus 2022, der am 15 Mai beginnt, werden auch Menschen in Waldeck-Frankenberg befragt. Der Landkreis sucht noch Personen, die für eine Vergütung Interviews durchführen. © Arno Burg/dpa

Die Volkszählung, der so genannte Zensus, startet ab 15. Mai. Mit dieser statistischen Erhebung wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten.

Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Basiszahlen für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig.

Wenngleich der Großteil der dafür notwendigen Daten ohne eine persönliche Befragung erhoben werden kann, finden auch persönliche Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern statt. Hierfür werden von den jeweiligen Landkreisen Erhebungsbeauftragte eingesetzt. In Waldeck-Frankenberg starten diese mit ihren Befragungen ebenfalls am 15. Mai.

„Die Vorbereitungen wie die Terminvereinbarungen laufen bereits. Ab Mitte Mai sind 160 Erhebungsbeauftragte – sowohl Frauen, als auch Männer – im Alter von 18 bis 80 Jahren in Waldeck-Frankenberg unterwegs“, sagte Ann-Katrin Heimbuchner, Pressereferentin beim Landkreis, auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Interviewer erhalten laut Heimbuchner einen Ausweis, der sie in Verbindung mit dem Personalausweis als Erhebungsbeauftragte des Landkreises kennzeichnen. So könnetn sie sich bei den persönlichen Gesprächen mit den Auskunftspflichtigen ausweisen.

Insbesondere für die Kommunen Willingen, Bromskirchen, Allendorf, Hatzfeld, Battenberg, Edertal, Bad Wildungen und Lichtenfels würden aktuell allerdings noch Erhebungsbeauftragte gesucht: Interessierte könnten sich unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/zensus online dafür bewerben. Dort gebe es auch alle Informationen rund um Aufgaben, Schulung und Vergütung.

„Die Erhebungsbeauftragten, die der Landkreis bereits gewinnen konnte, wurden überwiegend online für ihre Aufgabe geschult. Es finden auch künftig noch weitere Beschulungen statt – digital und auch in Präsenz“, berichtet Ann-Katrin Heimbuchner.

Die Aufwandsentschädigung werde den Beauftragten am Ende der Erhebungen ausgezahlt. „Sie setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen – wie aus der Menge der interviewten Personen und dem Anteil der Befragungen. Im Schnitt beträgt sie rund 1400 Euro, ist steuerfrei, muss aber bei der Einkommenssteuererklärung angegeben werden.“

Es besteht Auskunftspflicht

Für den Zensus werden in erster Linie Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, sodass die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss. Bundesweit nehmen nur rund zehn Prozent der Bevölkerung an Kurz-Interviews durch Erhebungsbeauftragte teil. Die zufällige Stichprobenbefragung ist nötig, um Ungenauigkeiten der Melderegister festzustellen. Es besteht Auskunftspflicht: Jede Person, die für den Zensus kontaktiert wird, muss das laut Bundesstatistikgesetz auch tun. 

Weitere Informationen zum Zensus gibt es hier.

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