Zwei junge Röddenauerinnen üben für Pfingstmarkt-Tierschau

+
Fellpflege ist wichtig: Anneke Landau bürstet das Kälbchen Rosalie, das sie bei der Tierschau auf dem Pfingstmarkt in Frankenberg präsentiert.

Röddenau. Ein Besuchermagnet beim Frankenberger Pfingstmarkt ist die Tierschau. Das Training beginnt schon Wochen vorher: Wir haben Marit und Anneke Landau beim Üben mit ihren Kälbern begleitet.

Die dreijährige Anneke Landau spricht ruhig auf das weiße Kälbchen Rosalie ein, streichelt ihren Hals und zieht behutsam am Strick und Halfter, um sie zum Weitergehen zu bewegen. Doch Rosalie scheint nicht daran zu denken: Sie frisst lieber gemütlich Gras und bewegt sich keinen Meter vom Fleck. „Sie ist ganz schön stur“, sagt Anneke. Das braune Kälbchen Lotta hingegen steht ruhig neben Marlit Landau, leckt der Neunjährigen sogar über die Hand. „Das zeigt, dass sie Marit vertraut“, sagt Matthias Landau, Vater der beiden .

Marlit und Anneke trainieren mit den Tieren für das Kälbchenführen am Samstag auf dem Pfingstmarkt in Frankenberg. Schon seit vier Wochen bereiten sie sich auf den Wettbewerb vor. Jeden Tag.

„Das Führen der Kälber erfordert viel Vertrauen und braucht daher viel Zeit“, erklärt Mutter Rhabea Landau. Damit die Tiere sich an die Mädchen gewöhnen, besuchen Marlit und Anneke sie täglich, sprechen mit ihnen und streicheln sie. Später gewöhnen sie sie langsam an Strick und Halfter, dann an das Führen. Mit dabei sind immer die Eltern Matthias und Rhabea Landau. „Wir müssen aufpassen. Die Tiere haben viel Kraft und können sich losreißen oder hüpfen herum“, sagt Matthias Landau und lacht. „Sind sie einmal weg, fängt man sie nicht mehr so schnell wieder ein, denn Kühe sind Fluchttiere.“

Bei der Tierschau wird nicht nur das Führen der Kälber bewertet, auch das Aussehen spielt eine Rolle. „Für den Tag machen wir Lotta und Rosalie hübsch“, erklärt Marit. Beide werden gewaschen und gebürstet, Lottas Fell wird außerdem geschoren - alles, damit das Fell schön glänzt.

Doch all die Vorarbeit garantiert nicht, dass die Kälbchen beim Wettbewerb ruhig bleiben. „Zuhause kann alles prima laufen, beim Wettbewerb können die Tiere jedoch viel aufgeregter sein“, sagt Rhabea Landau. Auf dem Markt sei viel mehr los, man wisse nie, wie die Kälber darauf reagieren.

Marit und Anneke laufen beim Wettbewerb mit den Kälbern einen Parcours entlang. Dabei werde vor allem die Harmonie zwischen Kalb und Vorführer bewertet. Dann bleiben sie für ein Foto stehen und müssen Fragen zu den Tieren beantworten. Pokale sowie Gutscheinpreise für den Rummel winken.

„Vor allem geht es jedoch darum, dass unsere Kinder eine gute Beziehung zu den Tieren aufbauen“, sagt Matthias Landau. Und die Teilnahme sei schon zur Tradition geworden. „Als Kinder haben wir auch schon beim Kälbchenführen teilgenommen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.