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Zwei neue Wildkatzen im Wildtierpark Edersee eingezogen

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„Hanni“ oder „Nanni“? Wer sitzt da gerade auf dem Ast? Einerlei. Beide Schwestern bevorzugen erhöhte Positionen im neu bezogenen Gehege.
„Hanni“ oder „Nanni“? Wer sitzt da gerade auf dem Ast? Einerlei. Beide Schwestern bevorzugen erhöhte Positionen im neu bezogenen Gehege. © KRI/Nationalpark Kellerwald-Edersee/pr

Der Wildtierpark Edersee hat zwei neue Bewohnerinnen: Die Wildkatzen „Hanni“ und „Nanni“ sind in das im Juni fertiggestellte, neue Gehege eingezogen.

Edertal – Die beiden Schwestern stammen aus dem Wildgatter Oberrabenstein, das zum Tierpark Chemnitz gehört.Nach einer mehrwöchigen Eingewöhnungsphase in der Besucherattraktion erkunden die beiden neuen Bewohnerinnen nun das große Gehege, klettern viel und sitzen derzeit am liebsten in den Bäumen. „Die Besucherinnen und Besucher müssen schon genau hinschauen, um unsere beiden Neulinge beobachten zu können“, berichtet Tierpflegerin Valentina Buch-auer. Vorübergehend war das neu erbaute Gehege verwaist, da die noch verbliebe Wildkatze Wilma altersbedingt verstorben war.

Der ebenfalls neue, hölzerne Besuchergang hinter dem Katzenrevier ermöglicht es selbst bei Regenwetter, sich Zeit zu nehmen, um die Schleichjägerinnen im Gehege zu entdecken. Die Wildkatzen nehmen eine ganz besondere Rolle ein, sind sie doch dank des Wildkatzenprojektes Sympathieträger in der Außendarstellung des Nationalparks. Das Forschungs- und Schutzprojekt hat in den vergangenen Jahren eine Menge bewirkt und eine stabile Population der interessanten Tiere hervorgebracht. Unter anderen mithilfe von DNA-Analysen haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Team des Nationalparks einige Gewohnheiten der heimischen Wildkatzen ergründen können.

Der Wildtierpark Edersee hat sich bewusst dafür entschieden, seinem Publikum zwei weibliche Katzen zu präsentieren und auf Nachzucht zu verzichten. Jungtiere lassen sich nur sehr schwer an andere Parks vermitteln. Auswildern wäre ein zu kompliziertes, weil aufwendiges Projekt.

Auch dass es sich um Geschwister handelt, ist kein Zufall. Weibliche Wildkatzen verstehen sich nur innerhalb des Familienverbundes. Fremde werden nicht akzeptiert. „Mit der Zeit werden die beiden Wildkatzen selbstbewusster und sich bestimmt immer öfter zeigen – auch wenn sie natürlich grundsätzlich scheue Wildtiere bleiben und in dem großen Gehege viele Versteckmöglichkeiten haben“, erklärt ihre Pflegerin Valentina Buchauer. (red)

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