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925 Jahre Wernswig: Eine große Party für das Dorf

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Von: Christine Thiery

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Wollen richtig Party machen: Lio und Sascha-Kai Harle, Karl Heß und Tom Breiding sowie Ortsvorsteher Axel Heß vom Organisationsteam der 925-Jahr-Feier.
Wollen richtig Party machen: Lio und Sascha-Kai Harle, Karl Heß und Tom Breiding sowie Ortsvorsteher Axel Heß vom Organisationsteam der 925-Jahr-Feier. © Christine Thiery

Der Homberger Stadtteil Wernswig feiert 925-jähriges Bestehen am ersten Juli-Wochenende. Mitglieder des Organisationsteams wollen eine große Feier organisieren. 

Wernswig – Das Dorf ist mit seinen knapp 1000 Einwohnern der größte Stadtteil Hombergs. Dementsprechend verfügt Wernswig über ein reges Vereinsleben und einiges an Infrastruktur. Vom 1. bis 3. Juli wollen die Einwohner dies mit einem großen Fest zum 925-jährigen Bestehen feiern.

„Wir haben uns immer an die schöne 900-Jahrfeier erinnert“, sagt Ortsvorsteher Axel Heß. Das soll sich nun noch einmal wiederholen. Eigentlich sei eine kleinere Party geplant gewesen. Jetzt aber lädt Wernswig zum großen Feierwochenende ein. Es haben sich bereits viele Helfer im Vorfeld gemeldet und alle sind engagiert. Daher sei das Programm so breit aufgestellt.

Wernswig hat elf Vereine, angefangen von der Feuerwehr über den Sportverein. Die Fußballer mit der Spielgemeinschaft mit Waßmuthshausen und Lenderscheid spielen eine große Rolle. Der Sportplatz wurde erst unlängst saniert. Der Bahnhofsverein mit dem Museum sowie die Puppenbühne sind Aushängeschilder.

Wernswig: Größter Homberger Stadtteil hat einiges zu bieten

Die Grundschule ist noch vor Ort, es gibt einige Firmen im Dorf. Ein Friseur ist noch vorhanden, das Ecklädchen hat den Edeka-Markt abgelöst.

Dennoch machte der Strukturwandel vor Wernswig nicht Halt. Post und Banken sind aus dem Ort verschwunden. Nur ein Landwirt arbeitet noch im Vollerwerb, erklärt Delf Schnappauf von der Pfarrscheune 1713 in Wernswig. Aber die Pfarrscheune ist nach einer coronabedingten Pause erneut aktiv und bietet regelmäßig Veranstaltungen an. Außerdem gibt es noch eine Gaststätte im Ort.

Das Zentrum der Feierlichkeiten zu 925 Jahre Wernswig wird rund um die Kirche und die Puppenbühne sein. Ein großer stehender Festzug mit 50 Ständen am Samstag, 2. Juli, und Sonntag, 3. Juli, ist einer der Höhepunkte. Zwanzig Prozent der Stände bieten Dorfbewohner an, für den Rest wurden Schausteller angeheuert. 30 Leute vom Ortsbeirat und der Vereinsgemeinschaft organisieren das Fest in Wernswig, das nach der langen Zeit der Corona-Pandemie eine große Party werden soll, auf die sich alle freuen.

Stehender Festzug zu 925-Jahr-Feier geplant

Festzug

Der stehende Festzug bietet allerlei Kulinarisches, Kinderaktionen, Ausstellungen und Infos von Firmen und Vereinen sowie Artikeln von Handarbeit über Schmuck und Dekoration.

Mehr Infos zur 925-Jahr-Feier gibt es laut dem Organisationsteam im Internet unter wernswig.info. Dort können auch Eintrittskarten bestellt werden. Karten gibt es zudem für die Abendveranstaltungen im Gasthaus „Zur Krone“ Wernswig, Ecklädchen Wernswig, „Auszeit“ Wernswig und bei Schaller Friseure Homberg und Frielendorf. Die Karten kosten für Freitag 10 Euro und für Samstag 21 Euro.

Das Programm

- Freitag, 1. Juli: ab 18 Uhr Oldie Kirmes mit der Rainer Irrsinn Show in der Galahalle an der Kirche.
- Samstag, 2. Juli: ab 13 Uhr; Kinderaktion Stempellauf, stehender Festzug mit Ausstellung zur Tradition und der Zukunft von Wernswig; ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen; ab 16 Uhr Kinderprogramm mit Herr Müller und seiner Gitarre; ab 18 Uhr: Sommernachtsparty mit den Dorfrockern.
- Sonntag ab 3. Juli: ab 10.30 Uhr Festgottesdienst und Kinderstempelaktion beim stehenden Festzug; ab 11.30 Uhr Kulinarik für alle mit Ochse am Spieß; ab 12 Uhr Zaubershow mit Zauberer Vaidai; ab 14 Uhr Dorfplatzkonzert mit den Original Schwalmtaler Blasmusikern; Kaffee und Kuchen; die VFL Tanzgarden treten ab 14.30 Uhr auf den Bühnen auf. (zty)

Geschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Wernswig erfolgte im Jahr 1097 unter dem Namen Uvernesuic in einer Urkunde des Erzbistums Mainz. Laut Überlieferungen gebe es Hinweise, dass dort schon vor 7000 Jahren erste Ansiedlungen waren. An der Batzenmühle wurden Relikte aus der Jungsteinzeit gefunden, heißt es in der Dorfchronik. Tonscherben von Gefäßen mit typischen Rahmungen weisen auf die ersten Ansiedlungen hin. (Christine Thiery)

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