Beim Neujahrsempfang feierte Borken vor allem die deutsch-französische Freundschaft

Ein Abend der Solidarité

Gast aus dem Musical: Sängerin Karin George.

Borken. Wenn sie feiern in Borken, dann richtig - und lange. So war es auch beim Neujahrsempfang im Bürgerhaus, der die Vier-Stunden-Marke locker übertraf.

Der Abend mit mehr als 400 Gästen hatte viele Facetten: Gedenken an die Terrortoten von Paris und Solidarität mit Frankreich, ein Torwandschießen, schöne Musik, ein entspanntes Baby, nachdenkliche Worte über das Leben, Ehrungen und einen sichtlich gut gelaunten Bürgermeister.

Die Werte der Revolution

Auf der Bühne waren von Beginn an Plakate mit der Aufschrift „Je suis Charlie“ aufgebaut, um an die toten Mitarbeiter von „Charlie Hebdo“ zu erinnern. Und auch in den meisten Reden spielten die Anschläge eine Rolle. So beschwor Heinz Meier die Werte der Französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Die Borkener Bläser (Leitung Bianca Rauthe) intonierten „Conquest of Paradise“, die Musik aus dem Columbus-Film „1492“, als die Fußballerinnen von TuS Viktoria Großenenglis in den Saal marschierten, angeführt von Saskia Iagar. Sie trug ihren Sohn Jerome Noel auf dem Arm, der am 1.1. zur Welt gekommen war - das 1. Borkener Baby des Jahres 2015.

Die Fußballerinnen wurden für ihre Erfolge (Hessenpokal, Kreispokal Halle und Feld) geehrt, und Spielführerin Sophie Trost zeigte beim Torwandschießen gleich, was sie kann. Sie traf, während Stadtverordnetenvorsteher Heinz Meier, Manfred Paul, Mérus Bürgermeisterin Nathalie Ravier und Martin Hein, Bischof der Ev. Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, kein Treffer gelang.

Eine wichtige Rolle spielte die deutsch-französische Freundschaft zwischen Borken und Méru, die seit 50 Jahren besteht. Das spiegelte sich in den Ehrungen, aber auch in den geschickt ausgewählten Stücken aus Musicals, die Sängerin Karin George zur Freude der Zuschauer präsentierte, unter anderem aus „Les Misérables“, das in Frankreich spielt.

Von Olaf Dellit

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