Aussage des Ersten Kreisbeigeordneten

Abriss-Gerüchte dementiert: Ohebrücke in Caßdorf bleibt stehen

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Nur Autos dürfen drüber: Die Ohebrücke in Caßdorf ist für Schwerverkehr gesperrt, Fußgänger müssen die Behelfsbrücke nutzen. Die Brücke wird aber nicht abgerissen. 

Caßdorf. Die Ohebrücke in Caßdorf, die beide Ortsteile miteinander verbindet, musste im Dezember für den Schwer- und Busverkehr gesperrt werden, weil die Brücke durch den neuen Fußgängerweg zu schmal geworden ist. Jetzt gab es Gerüchte, die Brücke müsse deshalb komplett abgerissen werden. 

Das stimmt nicht, sagt Jürgen Kaufmann, Erster Kreisbeigeordneter. „Es gab niemals die Überlegung, die Brücke abzureißen.“

Bei der Sanierung wurde festgestellt, dass die Fundamente die neue Fahrbahn nicht tragen können. Aus diesem Grund mussten neue Widerlager, also neue Fundamente, eingesetzt werden. „Dadurch hat sich der Kurvenradius verengt“, sagt Kaufmann. Zudem wurde die Fahrbahn durch den neuen Fußgängerweg etwas schmaler. Die Folge: Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 12 Metern fuhren über den neuen Gehweg. Eine Gefahr für Fußgänger.

Damit die Brücke auch für die Fußgänger sicher nutzbar ist, werde jetzt geprüft, wie das Problem gelöst werden könne, so Kaufmann. Sei die Straßenfläche für Schwer- und Busverkehr ausreichend, könnten Lastwagen durch Markierungen oder Hinweistafeln über die Brücke geführt werden, teilte der Pressesprecher des Landkreises, Stephan Bürger, mit. Eine weitere Möglichkeit sei laut Kaufmann, den Gehweg zu versetzen und außen an der Brücke entlang zu führen.

Mit den Anpassungen soll Ende März oder Anfang April begonnen werden, sagt Kaufmann. „Diese Arbeiten werden etwa drei Wochen dauern.“ Dann müsse die Brücke noch einmal voll gesperrt werden. Zwischen 20.000 und 25.000 Euro werden die Arbeiten kosten. Wer die tragen muss, sei noch nicht klar. Der Landkreis habe funktionsfähige Fundamente bestellt. „Die haben wir aber nicht bekommen. Wir müssen jetzt prüfen, wer für den Fehler verantwortlich ist“, sagt Kaufmann.

So lange die Arbeiten an der Caßdorfer Brücke noch nicht abgeschlossen sind, steht Fußgängern weiterhin die Behelfsbrücke zur Verfügung. Autos müssen keinen Umweg fahren. Lediglich Lkw und Busse können nur die Umleitung nutzen.

Die Brücke war erst Ende November nach acht Monaten Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben worden. Lediglich Geländerarbeiten standen zu diesem Zeitpunkt noch an, um die Brücke fertigzustellen. Für die Sanierung waren vom Landkreis ursprünglich 570.000 Euro eingeplant.

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