Abzocke per E-Mail: Borkener warnt vor Online-Betrugsmasche

Sollte 152 Euro für seine neue Internetseite zahlen: Peter Chudoba aus Borken ließ sich von einer neuen Betrugsmasche nicht täuschen, er will andere vor diesem Trick warnen. Foto:  Brandau

Kaum hatte Peter Chudoba seine Internetseite ins Netz gestellt, flatterte ihm auch schon per E-Mail eine Rechnung ins Haus. Der Borkener ist sich sicher: Es ist ein Betrugsversuch.

Die Firma Deutsche Domain verlangt 152,90 Euro für die „Registrierung im Zeitraum 2015/2016".

Und obwohl er gerade tatsächlich eine neue Homepage angemeldet hatte und das Schreiben auf den ersten Blick durchaus seriös wirkte, wurde der Unternehmer aus Borken misstrauisch, denn er hat seine Seite an ganz anderer Stelle angemeldet. Zu einem ganz anderen Tarif, nämlich 10 Euro statt der geforderten 152. Chudoba sah also genauer hin. Dabei wurde sein Verdacht schnell zur Gewissheit: „Das ist keine Rechnung, das ist ein glatter Betrugsversuch.“

Chudoba hat Erfahrung mit Rechnungen, stellt als Selbstständiger schließlich oft genug selbst welche aus. Und er erkennt schnell, wenn bei Zahlungsaufforderungen die vom Gesetzgeber geforderten Merkmale fehlen: Die Rechnung trug weder eine Anschrift noch eine Umsatzsteuernummer. Und die Bankververbindung beginnt auch nicht wie gesetzlich vorgeschrieben mit einer deutschen, sondern mit einer spanischen IBAN-Nummer. „Das ist nichts weiter als eine große Abzockermasche“, sagt der 62-Jährige. Und die, da ist er sich sicher, bringt Betrügern viel Geld ein. Denn auch wenn man Ende des Briefes viel Kleingedrucktes steht: „Viele Leute lesen das alles doch gar nicht.“

Der Borkener hat das Schreiben Freunden und Bekannten gezeigt und sie gefragt, ob sie eine solche Rechnung bezahlen oder bezweifeln würden. Die große Mehrheit, berichtet er, hätte nicht gezögert - und die geforderte Summe überwiesen.

Grund genug für den 62-Jährigen, sich an unsere Zeitung zu wenden. „Man muss doch die Leute warnen“, sagt der Borkener.

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