Tagung der Ortslandwirte in Fritzlar

Agrarpolitik bleibt im Spannungsfeld

Arbeit gewürdigt: Reiner Kehl (Mitte) erhielt für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit einen Präsentkorb von Kreislandwirt Adolf Lux (links) und Erstem Kreisbeigeordneten Winfried Becker. Foto: privat

Schwalm-Eder. Die moderne Landwirtschaft steht zunehmend in einem Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Anforderungen und wirtschaftlichen Zwängen. Das wurde bei einer Ortslandwirte-Tagung deutlich, die im Fritzlarer Soldatenheim stattfand. Eingeladen hatten der Fachbereich Landwirtschaft und Landentwicklung des Landkreises sowie Kreislandwirt Adolf Lux.

Dr. Jörg Hüther, Pflanzenbaureferent des hessischen Landwirtschaftsministeriums informierte über die Novelle der Düngeverordnung. Er geht davon aus, dass die Verordnung gegen Ende dieses oder zu Beginn des nächsten Jahres rechtskräftig werden wird.

Mitarbeiter des Fachbereichs Landwirtschaft und Landentwicklung in Fritzlar erläuterten den aktuellen Stand der Reform der Agrarpolitik und der Entwicklung der Direktzahlungen. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass die Gewährung bestimmter EU-Zahlungen an die Einhaltung von grundlegenden Anforderungen in den Bereichen Umweltschutz, guter landwirtschaftlicher Zustand der Flächen, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze sowie Tierschutz geknüpft sind. Der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker ging auf die Bedeutung der Landwirtschaft in den Dörfern des Landkreises ein. Knapp 1900 landwirtschaftliche Betriebe gebe es, zu einem Drittel würden sie im Haupterwerb geführt werden.

Die Höfe bräuchten für ihren Fortbestand und die künftige Weiterentwicklung eine Planungssicherheit auch im Hinblick auf ausreichend zur Verfügung stehende Flächen.

Becker hob in diesem Zusammenhang die von weitgehend allen Kommunen verfolgte Strategie „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ hervor. Damit könne der Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen reduziert werden.

Ehrung für Kehl

Geehrt wurde der stellvertretende Kreislandwirt Reiner Kehl aus Spangenberg-Nausis. Er hat seine ehrenamtlichen Tätigkeiten niedergelegt. Winfried Becker dankte ihm für sein Engagement im Berufsstandes und im kommunalen Bereichen.

Auch Bürgermeister Hartmut Spogat ging auf das Spannungsfeld ein, in dem sich die Landwirtschaft befindet. Daher sei die Weiter- und Fortbildung der Landwirte außerordentlich wichtig. (red)

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