Umfrageergebnisse vorgestellt

Aktionstag für Jugendliche: Bunte Graffiti für den Skaterplatz in Borken

Wollen ein Zeichen setzen: von links Miles Borghese, Mika Gaedeke, Marie Küllinger, Zara Grote, Jugendpflegerin Linda Schröder mit Sohn Jakob, Yannik Laue und Sozialarbeiterin Tanja Fey. Foto: Christine Thiery

Die Skaterbahn unter dem Wasserturm soll attraktiver werden. Das wünschen sich die Borkener Jugendlichen und legten am Samstag schon mal selbst bei einem Aktionstag Hand an.

Sie besprühten ein Teil der Bande des ehemaligen Street-Hockeyplatzes mit Graffitis und bauten eine Sitzbank aus Holz. Außerdem wurden bei dem Aktionstag die Ergebnisse einer Umfrage bei den Borkener Jugendlichen vorgestellt und es gab ein buntes Rahmenprogramm mit Skatervorführung, Musik und einem Gewinnspiel.

Etwa 30 Jugendliche kamen zu dem Event unterm Wasserturm, das von der Stadt Borken und dem Kasseler Verein Spiel- und Beteiligungsmobil Rote Rübe unterstützt wurde. Die Kasseler Sozialarbeiter halfen auch bei der Befragung im April, sagte die Sozialarbeiterin der Stadt Borken, Tanja Fey.

Borken verfügt über eine Jugendpflege aber kein eigenes Jugendzentrum. 800 Jugendliche leben in der Stadt und den Dörfern. „Wir wollten wissen, was sie von den Angeboten in Borken halten und was sie sich wünschen“, sagte sie. Ziel sei eine Verbesserung der Situation für Jugendliche in Borken, fügte Jugendpflegerin Linda Schröder hinzu.

Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Vereins Rote Rübe befragten die Mitarbeiter der Stadt im April die Jugendlichen im Stadtkern und in der Gustav-Heinemann-Schule. Einen großen Bedarf gibt es laut den Ergebnissen der Umfrage nach Aufenthaltsräumen im Winter oder bei schlechtem Wetter. Außerdem gebe es keine attraktiven Plätze, wo sich die Jugendlichen zum Skaten oder Basketball treffen könnten.

Und das Hallenbad, was derzeit geschlossen ist, sollte attraktivere Angebote vorhalten, falls es saniert oder neu gebaut wird. Die Jugendlichen wünschen sich zudem mehr politische Mitbestimmung in der Kommune. Sie wollten, dass auch ihre Stimmen gehört werden. Ein Jugendparlament wäre eine sinnvolle Einrichtung dafür, sagte Fey.

Insgesamt gab es aber auch Lob für die Stadt: Die Infrastruktur sei passabel mit zwei Dönerläden, einer Eisdiele und kleinen Einkaufsmöglichkeiten. Dennoch gebe es nicht genügend günstige Gastroangebote wie McDonalds. Außerdem fehlen ein Kino und zusätzliche Freizeitangebote.

Mit den ersten Arbeiten am Skaterplatz am vergangenen Wochenende wollten die Jugendlichen ein Zeichen setzen, dass sie auch selbst mithelfen können, um die Angebote zu verbessern. Der Platz ist in die Jahre gekommen und wurde in der letzten Zeit kaum noch genutzt. Ein Teil der Bande des Hockeyplatzes lädt nun mit den verschiedenen bunten Graffitis zum Verweilen ein.

Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm steht der Idee der Jugendlichen, die Bande am Skaterplatz als öffentliche Graffitifläche freizugeben, positiv gegenüber und will sich dafür einsetzen. Ebenso soll die Bank, die die Jugendlichen gebaut haben, überdacht werden. Und die Jugendlichen wollen einen weiteren Sitzplatz am alten Friedhof hinter dem KIK bauen.

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