Autobahn wäre trotzdem fast gesperrt worden

Aktivisten sagen Demo auf A 49 ab: Demo am 31. Oktober ab Gießen über Bundesstraße 3

Barrikade im Wald mit Transparent vor Tripod
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Transparent von A49-Gegnern im besetzten Wald.

Eine Raddemo der A 49-Gegner auf der A5 ist vom Tisch. An ihrer Demonstration am Samstag, 31. Oktober, halten sie jedoch fest. Mittlerweile liegt dem RP Kassel eine Anmeldung vor.

Demnach rechnen die Veranstalter mit bis zu 1000 Teilnehmern. Ein Fahrradkorso soll von Gießen über die A 485 und die B3 bei Marburg und die B62 bis Dannenrod führen. Parallel soll aus dem Norden über die A 49 zum Dannenöder Wald geradelt werden, heißt es von den Aktivisten. Ob die Demonstration wie geplant stattfinden darf, entscheidet sich voraussichtlich Anfang nächster Woche. Die Raddemo auf der A 49 am Samstag, 24. Oktober ist abgesagt.

Die Aktivisten haben inzwischen ein Vermittlungs-Angebot zwischen ihnen als Anmelder und den Behörden durch Werner Buthe angenommen. Buthe hat bereits einige Sternfahrten organisiert, wie die Sternfahrt zur IAA in Frankfurt mit 20 000 Menschen. „Durch sein Engagement für kooperative Verhandlungen gelang, die Wogen in den  Regierungspräsidien zu glätten und zwei dem Zweck unseres Protestes angemessene Demorouten in einem etwas größerem Stil vorabzustimmen“, so die Aktivisten.   

Die Autobahn wäre heute trotz Absage fast gesperrt worden

Über die Radiosender lief am vergangenen Samstag der Verkehrshinweis, dass die A 49 wegen einer Rad-Demo gesperrt sei. Dabei hatten die Aktivisten, die gegen den Weiterbau der A49 sind, kurzfristig ihre Demo abgesagt. Zu kurzfristig.

Fast wäre auch am heutigen Samstag die A 49 gesperrt worden – für eine Fahrrad-Demo, die überhaupt nicht stattfindet. Das hatten die Veranstalter schon seit Tagen im Internet verkündet. Nur eines taten sie bis Freitagnachmittag nicht: die Behörden informieren.

„Wir werden die Autobahn sperren“, sagte RP-Sprecherin Katrin Walmanns am Freitag gegen 13 Uhr. Das schon allein aus Sicherheitsgründen. „Es könnte sein, dass nur drei Leute über die Autobahn radeln, um zu protestieren“, sagt sie. So lange es keine offizielle Absage gebe, müsse man davon ausgehen, dass die Demo stattfinde. Die Kosten, die für eine Sperrung entstehen – egal, ob die angemeldete Demo stattfindet oder nicht – trage die Allgemeinheit. „Von Seiten der Versammlungsbehörde werden keine Kostenansprüche geltend gemacht“, Im Klartext: Die Anmelder zahlen keinen Cent, auch nicht, wenn sie nicht demonstrieren und die Autobahn unnötigerweise gesperrt wird. Für den Einsatz der Polizei würden auch keine Kosten anfallen. „Es sei denn, es ist offensichtlich, dass der Anmelder die Behörden mit einer Fake-Anmeldung nur ärgern will – sofern dies nachweisbar ist“, so Walmanns.

Polizei hat A 49 dennoch im Blick

Eine offizielle Absage erreichte das RP und die Polizei schließlich doch noch – am Freitagmittag. „Die Autobahn wird nun doch nicht gesperrt“, so Walmanns.

Für die Polizei bedeute die Absage aber nicht, dass man nun die A49 nicht im Blick habe. „Wir beobachten die Situation rund um die Uhr, es kann ja auch zu einer Mobilisierung trotz einer Absage kommen“, so ein Sprecher. Man werde das „Kräftemanagement an die aktuelle Lage anpassen“, hieß es weiter. Letztlich gelte, dass man nie zu einhundert Prozent wissen könne, ob nicht doch eine spontane Aktion erfolge.

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