Appell ans Gewissen: Initiative „Schwalm ohne Autobahn“ fordert Ausweichstrecken

Ein Appell an die hessischen Grünen: Die Bürgerinitiative „Schwalm ohne Autobahn“ pocht darauf, dass die Ausweichstrecken in Wiera und Neustadt gebaut werden. Foto: Laumann

Schwalm-Eder. Mit einer symbolischen Aktion hat sich am Mittwoch die Bürgerinitiative „Schwalm ohne Autobahn" zu Wort gemeldet.

Die vor Jahren gepflanzte „Hoffnungs-Linde“ am Ende der Autobahn 49 bei Bischhausen, hat ein Schutzschild aus Leitplanken bekommen.

„Wenn Hessen Mobil hier seine Messstationen hat, errichten wir hier eine Naturmessstelle“, sagte der Vorsitzende der Initiative, Jörg Haafke. Mit der Aktion möchte die Initiative ihre Unzufriedenheit mit der Landesregierung unterstreichen.

Sie sorgt sich, dass die im Koalitionsvertrag für den Fall des Ausbaus der Autobahn 49 versprochenen Ausweichstrecken in Wiera und Neustadt nicht gebaut werden. „Es muss zwingend etwas passieren bevor der Weiterbau der Autobahn beginnt“, sagt Haafke. Er möchte mit seinen Mitstreitern an das „grüne Gewissen appellieren, eins zu eins umzusetzen, was im Koalitionsvertrag steht“.

Mitte Juli hatte sich die Bundesregierung auf ein Millionenpaket für die Autobahn 49 geeinigt. 120 Millionen Euro sollen für den ersten Abschnitt zwischen Neuental und Schwalmstadt aus dem Bundeshaushalt kommen. Die beiden weiteren Bauabschnitte von Schwalmstadt bis Stadtallendorf und weiter nach Gemünden zur A5 sollen durch eine öffentlich-private Partnerschaft finanziert werden.

Der Grünen-Europaabgeordnete Martin Häusling ist Pate der Hoffnungs-Linde. Er kritisierte die öffentlich-private Partnerschaft. „Es gibt noch keine finanzielle Investoren und es wird auch keine geben“, erklärte er. Die Bürgerinitiative „Schwalm ohne Autobahn“ geht davon aus, dass für die Ausweichstrecken zwischen 20 und 30 Millionen Euro extra aufgebracht werden müssten. (akl)

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