Kein Käufer gefunden

Asklepios wird ehemalige Homberger Klinik vorerst nicht abreißen

Homberg. Das Homberger Kreiskrankenhaus wird vorerst nicht abgerissen. Noch habe sich kein seriöser Käufer gefunden, mit dem sich Verkaufsverhandlungen lohnen würden, sagte Asklepios-Sprecher Rune Hofmann.

Weil der Abriss des Gebäudes an den Verkauf des Geländes gekoppelt sei, werde sich in den nächsten Zeit auch nichts tun. Das Grundstück sei auf dem Markt, „wir warten auf einen Käufer“, so Hofmann. Im schlimmsten Fall könne sich die Situation über Jahre hinziehen, erklärt Asklepios. Denn nach der Rechnung des Klinikkonzerns soll der Verkauf des Geländes die Abrisskosten decken.

All das sei eine wenig zufriedenstellende Situation, räumt der Konzern ein, doch bei anderen Projekten habe es bis zu einer Lösung auch sehr lange gedauert. Eine Lösung für die Homberger Klinik sucht Asklepios bereits seit 2016. Der Plan: Auf dem Gelände sollten Wohnhäuser entstehen. Passiert ist bislang nichts.

Für Bürgermeister Dr. Nico Ritz ist Asklepios am Zug: „Dass der Abriss des Krankenhauses ein zäher Prozess wird, damit habe ich gerechnet.“ Die Stadt habe mit der Ausweisung des Areals als allgemeines Wohngebiet ihre Aufgaben erledigt, sagt Ritz. Ihm sei von Anfang an klar gewesen, dass der Abriss des ehemaligen Klinikgebäudes und der Verkauf des Geländes nicht gewinnbringend für Asklepios sein könnte, sagt Ritz.

Die Stadt überlege nun, wie sie den Stillstand überwinden könnte. Zum einen habe Homberg in dem Areal eigene Flächen und damit wirtschaftliche Interessen. Zum anderen brauche die Kommune Baugelände. „Das Mühlhäuser Feld ist nahezu bebaut“, sagt Ritz. Deshalb habe die bauliche Entwicklung des Klinikgeländes Vorrang vor allen anderen Entwicklungen. Sollte Asklepios der Verkauf nicht gelingen, müsse sich die Stadt Gedanken machen, sagt Ritz. 

Von den ehemals drei Schwalm-Eder-Kliniken blieben nach dem Verkauf an Asklepios die Krankenhäuser in Schwalmstadt und Melsungen übrig. Die Klinik in Schwalmstadt ist ein Krankenhaus der Grund-, Regel- und Notfallversorgung mit 209 Betten und 500 Mitarbeitern. 

Die Klinik ist akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps-Universität Marburg. Zu den Abteilungen zählen unter anderem Chirurgie und Unfallchirurgie, Frauenklinik, Innere Medizin, Geriatrie und Kardiologie. Im Klinikum in Melsungen sind folgende Abteilungen vertreten: Chirurgie, Geriatrie, Kardiologie, Gastroenterologie, Anästhesie und Intensivmedizin und Radiologie.

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